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04.10.2016

15:51 Uhr

ADAC

Autoclub gliedert Luftrettung in Stiftung aus

Der deutsche Automobilclub ist nach der Krise noch immer mit der internen Reform beschäftigt. Nun soll es aber in die Endphase gehen. Die Gründung einer Stiftung stellt dabei eine von künftig drei Sparten dar.

Die Rettungshubschrauber des ADAC sind künftig Teil einer Stiftung. dpa

ADAC Luftrettung

Die Rettungshubschrauber des ADAC sind künftig Teil einer Stiftung.

MünchenBeim ADAC geht zwei Jahre nach der großen Krise die interne Reform in die Schlussphase. Wie der Autoclub am Dienstag mitteilte, hat die geplante Ausgliederung der gemeinnützigen Aktivitäten in eine Stiftung die notwendige Genehmigung der Aufsichtsbehörden erhalten. Bis 1. Januar nächsten Jahres soll die Umorganisation abgeschlossen sein. Dann wird die Stiftung nach Angaben eines Sprechers die ADAC-Luftrettung übernehmen, die bisher von einer gemeinnützigen GmbH betrieben wurde. Ebenfalls der Stiftung zugeordnet werden unter anderem noch die Unfallvorbeugung und die Verkehrsforschung.

Die Gründung der Stiftung ist Teil der Aufteilung in drei Sparten, die die ADAC-Hauptversammlung im Mai beschlossen hatte: Der ADAC e.V. ist für die Mitgliederverwaltung zuständig, die kommerziellen Geschäfte werden einer neue Aktiengesellschaft europäischen Rechts (ADAC SE) übertragen, und die nichtkommerziellen Aktivitäten an die Stiftung.

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Die Zahl der ADAC-Mitglieder ist nach mehreren Skandalen wieder gestiegen. Präsident Markl sieht den Autoclub trotz einiger Belastungen gut aufgestellt. Bald könnte es auch gute Nachricht vom Amtsgericht München geben.

Mit seiner Neuaufstellung will der ADAC dem Vorwurf der Vermengung kommerzieller Interessen mit der Vereinstätigkeit entgegen treten, der nach der Affäre 2014 laut geworden war. Damals hatte die „Süddeutsche Zeitung“ aufgedeckt, dass die Ergebnisse der Mitgliederabstimmung über den Autopreis „Gelber Engel“ jahrelang manipuliert worden waren.

Die ADAC-Aktien gibt es nicht an der Börse zu kaufen. Haupteigner ist der Verein, der knapp drei Viertel der Anteile hält. Die restlichen Anteil hält die Stiftung mit einer Sperrminorität von 25,1 Prozent.

Von

dpa

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