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06.02.2017

18:52 Uhr

Ärger für Volkswagen

Luxemburg stellt Strafanzeige wegen Abgasbetrugs

Neuer Ärger für Volkswagen in der Abgasaffäre: Das luxemburgische Verkehrsministerium stellte Strafanzeige wegen des Verdachts auf Betrug gegen Unbekannt. Die Anzeige zielt vor allem auf Audi.

Neuer Ärger aus Luxemburg für den VW-Chef AFP; Files; Francois Guillot

Matthias Müller

Neuer Ärger aus Luxemburg für den VW-Chef

Luxemburg/HamburgVolkswagen bekommt in der Abgasaffäre nun auch Druck aus Luxemburg. Das Verkehrsministerium des EU-Landes stellte Strafanzeige wegen des Verdachts auf Betrug gegen Unbekannt und begründete dies am Montag mit der Manipulation von Diesel-Abgaswerten. Es sei sehr wahrscheinlich, dass bei Abgastests eine Abschalteinrichtung verwendet worden sei. Daher solle die Typgenehmigung für Fahrzeuge mit dem betroffenen Motor zurückgezogen werden.

Aus Unterlagen, die bei einer Pressekonferenz in Luxemburg ausgehändigt wurden, geht hervor, dass die Anzeige vor allem auf Audi zielt. Die VW-Tochter hatte einen Teil der in der Dieselaffäre in Verruf geratenen Motoren mit der internen Typbezeichung EA189 in Luxemburg testen und zertifizieren lassen.

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Volkswagen erreicht in den USA eine Lösung für Fahrzeuge mit Drei-Liter-Dieselmotor. Damit kann der Konzern die größten Verfahren abschließen. Ein Ende der Aufarbeitung des Skandals ist das aber noch lange nicht.

In den Unterlagen bezeichnet sich das Ministerium als Opfer krimineller Handlungen. Diese hätten dazu geführt, dass Fahrzeuge aufgrund gefälschter Tests ein Abgaszertifikat erhalten hätten. Brancheninsidern zufolge sind davon einige tausend Autos mit Euro-5-Abgasnorm betroffen, die aktuell noch in Länder wie Marokko und Südafrika geliefert werden. Weder VW noch Audi äußerten sich.

Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, Abgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Diese erkennt, ob ein Fahrzeug fährt oder auf dem Prüfstand steht - und hält nur dann die Abgaswerte ein. Im normalen Betrieb auf der Straße ist der Schadstoffausstoß um ein Vielfaches höher. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge davon betroffen. Der Wolfsburger Konzern ist deshalb in zahlreichen Ländern mit Verfahren konfrontiert.

Von

rtr

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