Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.09.2015

00:54 Uhr

Ärger mit US-Behörde

Fiat Chrysler erneut im Visier

Unfälle, Verletzte und Todesfälle müssen Autobauer der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde melden. Fiat Chrysler soll das nicht ausreichend getan haben. Jetzt drohen möglicherweise saftige Strafen.

Fiat Chrysler soll gesetzliche Vorschriften zur Meldung von Unfällen, Verletzten und Todesfällen missachtet haben. dpa

Ärger mit der US-Verkehrssicherheitsbehörde

Fiat Chrysler soll gesetzliche Vorschriften zur Meldung von Unfällen, Verletzten und Todesfällen missachtet haben.

DetroitFiat Chrysler hat Ärger mit den US-Behörden, weil das Unternehmen gesetzliche Vorschriften zur Meldung von Unfällen, Verletzten und Todesfällen missachtet haben soll. Der Autobauer habe seine Sicherheitspflichten nicht erfüllt, erklärte die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Dienstag.

Der Behörde fielen nach eigenen Angaben bereits im Juli Unstimmigkeiten bei den Meldungen des Konzerns auf. Daraufhin überprüfte das Unternehmen selbst die Angaben und fand heraus, dass viel zu wenige Fälle gemeldet wurden. Die NHTSA droht nun mit „geeigneten Maßnahmen“, sobald Umfang und Ursache des Missstands ermittelt sind.

Australien-Geschäft: Steuertricks bei Fiat Chrysler?

Australien-Geschäft

Premium Steuertricks bei Fiat Chrysler?

Gefälschte Spesenrechnungen, Reisen auf Firmenkosten: Fiat Chrysler hat seinen früheren Australien-Chef wegen Untreue verklagt. Der schlägt nun zurück und will offenbar heikle Details aus der Bilanz veröffentlichen.

Gesetze verpflichten die Autobauer in den USA, Todesfälle und Verletzungen zu melden, die mit ihren Fahrzeugen in Verbindung stehen. Die NHTSA sammelt die Daten, um Trends zu erkennen oder Sicherheitsprobleme aufzuspüren. Fiat Chrysler versicherte, man werde mit der Behörde zusammenarbeiten und sicherstellen, dass Ähnliches nicht wieder vorkommt.

Erst vor zwei Monaten hatte die Behörde dem Konzern 105 Millionen Dollar (rund 94 Millionen Euro) Strafe auferlegt, weil er bei 23 Rückrufaktionen mit insgesamt elf Millionen Fahrzeugen Vorschriften missachtet haben soll. Das Unternehmen wurde zudem verpflichtet 500 000 Ram-Pickup-Trucks und andere Fahrzeuge von seinen Kunden zurückzukaufen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×