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22.07.2011

15:17 Uhr

Agrarchemie-Konzern

Syngenta will noch stärker am Agrarboom verdienen

Durch eine starke Nachfrage im ersten Halbjahr konnte der Konzern Umsatz und Gewinn steigern - wenn auch nicht so stark wie erwartet. Im kommenden Jahr will Syngenta die Preise durchgehend erhöhen, um stärker am Agrarboom zu verdienen.

ZürichDer Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta will in Zukunft noch stärker vom weltweiten Boom bei landwirtschaftlichen Produkten profitieren. „Für den Rest des Jahres sehen wir ein positives Umfeld für Preiserhöhungen“, sagte Finanzchef John Ramsay am Freitag im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits im zweiten Quartal sei es dem Weltmarktführer gelungen, die Verkaufspreise stabil zu halten, vereinzelt sogar zu erhöhen. Damit ist Syngenta nach fast 18 Monaten mit sinkenden Verkaufspreisen erstmals eine Trendwende gelungen. Im kommenden Jahr sollten die Preise für Syngenta-Produkte wie Saatgut, Düngemittel und Fungizide durchschnittlich im mittleren einstelligen Prozentbereich angehoben werden, kündigte der Konzern an.

Die anhaltend starke Nachfrage nach wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Soja bescherte dem weltgrößten Agrarchemiekonzern im ersten Halbjahr 2011 einen überraschend deutlichen Umsatzschub. Die Verkäufe von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln kletterten um 14 Prozent auf 7,70 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 7,62 Milliarden Dollar gerechnet.

Dass der Bayer-Konkurrent bei Gewinn und Margen dennoch enttäuschte, führten die Experten auf Preisdruck im umsatzstärksten Pflanzenschutzmittel-Geschäft zurück. Unter dem Strich steigerte der Basler Konzern seinen Gewinn auf 1,43 Milliarden Dollar (Vorjahr 1,25 Milliarden) und blieb damit hinter den Analystenerwartungen zurück. Gleichzeitig sank die operative Marge um drei Basispunkte auf 28,3 Prozent. An der Börse in Zürich büßte die Syngenta-Aktie mehr als zwei Prozent ein.

Dennoch bestätigte Syngenta den Ausblick für das laufende Jahr. Dank einer starken Nachfrage aus den Schwellenländern der südlichen Halbkugel - in den wichtigen Syngenta-Märkten Brasilien und Argentinien beginnt die neue Anbausaison im September - dürfte der Konzern auch in der zweiten Jahreshälfte gute Geschäfte machen. Zuletzt hatten sich schon die Konkurrenten Monsanto und DuPont/Pioneer positiv zu den Aussichten der Branche geäußert.

Von

rtr

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