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05.02.2014

09:30 Uhr

Agrarchemiekonzern

Syngenta geht auf Sparkurs

Im Jahr 2013 ist der Gewinn von Syngenta um elf Prozent eingebrochen. Laut Unternehmen lag das vor allem an Problemen im Geschäft mit Saatgut. Jetzt legt der Agrarchemiekonzern ein Sparprogramm auf.

Syngenta erhöht trotz des Gewinnrückgangs die Dividende für das abgelaufene Jahr. Reuters

Syngenta erhöht trotz des Gewinnrückgangs die Dividende für das abgelaufene Jahr.

FrankfurtDer Agrarchemiekonzern Syngenta zieht nach einem Gewinneinbruch die Kostenbremse und legt ein Sparprogramm auf. Der Überschuss sei 2013 um elf Prozent auf 1,64 Milliarden Dollar gesunken, teilte Syngenta am Mittwoch mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,7 Milliarden Dollar gerechnet. Als Grund führte Konzernchef Mike Mack vor allem Probleme im Geschäft mit Saatgut an. Hier mussten die Schweizer neben einer - bereits bekannten - Abschreibung auf zuviel produziertes Mais-Saatgut von 170 Millionen Dollar noch höhere Produktionskosten verkraften. „Unser finanzielles Abschneiden 2013 entsprach nicht unseren Erwartungen“, sagte Mack. Trotz des Gewinnrückgangs erhöht das Syngenta-Management die Dividende für das abgelaufene Jahr auf 10,00 Franken je Titel nach 9,50 Franken im Vorjahr.

Um künftig profitabler zu arbeiten, verordnet Mack dem Baseler Konzern eine Rosskur, mit der die Kosten bis 2018 um eine Milliarde Dollar jährlich sinken sollen. Rund 400 Millionen Dollar sollten jeweils in der Produktion sowie im Verkauf eingespart werden, weitere 200 Millionen in der Forschung. Erste Resultate der Bemühungen erwartet der Bayer -Rivale bereits dieses Jahr: Aufgrund niedriger Kosten sollte die Bruttomarge steigen. 2013 zogen die Erlöse konzernweit um drei Prozent auf 14,69 Milliarden Dollar an.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Von

rtr

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