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03.03.2006

14:00 Uhr

Air Berlin

Auf dem Zenit

VonMatthias Eberle

Wie hoch hinaus kann der Mann fliegen? Noch höher? Air-Berlin-Chef Joachim Hunold würde wohl antworten: Viel höher! Doch im Moment redet erst einmal nur Fernseh-Talkmaster Johannes B. Kerner über Air Berlin – in Werbespots.

Chef von Air Berlin: Joachim Hunold.

Chef von Air Berlin: Joachim Hunold.

FRANKFURT. Hunold selbst will erst auf der weltgrößten Reisemesse ITB öffentlich werden. Nicht wenige erwarten, dass er den Börsengang seiner Fluglinie ankündigen wird. Die Air-Berlin-Gesellschafter werden sich vor der ITB treffen. Dass einige von ihnen aussteigen wollen, ist branchenbekannt. Dass Hunold zur Finanzierung seiner mutigen Expansion frisches Kapital benötigt, ebenfalls.

Will er an die Börse, muss er es bald tun. Denn der deutsche Aktienmarkt ist in Stimmung, Finanzexperten bewerten seine Liquidität als hoch. Zudem kann Hunold Investoren eine saubere Wachstumsstory anbieten, 2005 sogar trotz beinharten Wettbewerbs und dramatisch gestiegener Kerosinpreise: Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro, mit 13,5 Mill. Fluggästen ist Air Berlin zweitgrößte deutsche Airline nach Lufthansa.

Ob Hunolds Erfolgsstory auch solide, nachhaltige Erträge verspricht, darüber streiten sich die Geister seit Jahren. Bei der Frage nach Gewinnen wird der sonst so wortgewaltige Hunold mucksmäuschenstill: Ende 2005 hat er ein „leicht positives Ergebnis“ in Aussicht gestellt. Mehr sagt er nicht. Viel lieber blickt er auf seine fabelhafte Erfolgsstory zurück.

Vor 15 Jahren stieg der Ex-LTU-Manager bei einer winzigen Chartergesellschaft ein, die einst mit Lizenz der Alliierten für Reiseveranstalter ans Mittelmeer flog. Air Berlin ging in die Provinz. Überall dort, wo die Touristikkonzerne keine eigenen Maschinen mit Urlaubern füllen konnten, trat Hunold als Resteverwerter an. Er operierte schneller und flexibler als die Großen – vor allem aber günstiger.

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