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05.02.2015

20:04 Uhr

Airbag-Desaster

Takata rechnet mit höheren Verlusten

Die millionenfachen Rückrufe wegen defekter Airbags kommen Auto-Zulieferer Takata teuer zu stehen. Der japanische Konzern rechnet mit einem noch höheren Fehlbetrag als ohnehin schon angenommen.

Der japanische Auto-Zulieferer Takata rechnet mit einem Verlust von 231 Millionen Euro. dpa

231 Millionen Euro Verlust

Der japanische Auto-Zulieferer Takata rechnet mit einem Verlust von 231 Millionen Euro.

TokioDer japanische Auto-Zulieferer Takata stellt sich angesichts der Massen-Rückrufe wegen defekter Airbags auf noch höhere Verluste ein. Der Konzern rechnet für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Fehlbetrag von 31 Milliarden Yen (231 Millionen Euro). Das teilte Takata am Donnerstag bei der Vorlage seines vierteljährlichen Finanzberichts mit. Zuletzt hatte der angenommene Verlust noch 24 Prozent niedriger gelegen.

Weltweit mussten schon mehr als 21 Millionen Fahrzeuge wegen Takata-Airbags zurückgerufen werden. Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen – dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung durch den Fahrzeugraum schleudert und zu schweren Verletzungen führen kann.

Womit die Zulieferer zu kämpfen haben

Hoher Finanzbedarf

Immer mehr Innovationen müssen von den Zulieferern selbst kommen. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben steigen dadurch stark an. Die Zulieferer müssen stärker in Vorleistung gehen und tragen damit ein höheres unternehmerisches Risiko.

Globalisierung

Die Autokonzerne bauen immer mehr Werke in Asien oder Mexiko. Damit steigt der Druck auf die Zulieferer, ebenfalls in neue Standorte zu investieren.

Benachteiligung von Mittelständlern

Global agierende Autokonzerne schreiben ihre Aufträge immer öfter für die weltweite Produktion aus. Viele mittelständische Zulieferer können weder die geforderten Stückzahlen herstellen noch den Konzernen einfach ins Ausland nachfolgen.

Hoher Preisdruck

Autokonzerne wie PSA und GM bilden immer öfter Einkaufsgemeinschaften, gleichzeitig steigt die Zahl von Modulbaukästen für die identische Teile in sehr hoher Stückzahl benötigt werden. Beides führt dazu, dass der Preisdruck steigt. Die Zahl der Zulieferer, die das leisten kann, sinkt.

Von

dpa

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