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25.11.2015

04:41 Uhr

Airbag-Hersteller

Hat Takata gefährliche Risiken verschwiegen?

Takata-Airbags gelten als Ursache für acht Todesfälle und Dutzende von Verletzungen. Mitarbeiter in den USA sorgten sich offenbar schon lange um die Qualität. Es geht um gefälschte Testergebnisse.

US-Hauptsitz von Takata in Auburn Hills, Mich. Mitarbeiter in den USA hatten über 10 Jahre lang Befürchtungen, dass Testergebnisse verschwiegen und Daten gefälscht worden sind. ap

Takata

US-Hauptsitz von Takata in Auburn Hills, Mich. Mitarbeiter in den USA hatten über 10 Jahre lang Befürchtungen, dass Testergebnisse verschwiegen und Daten gefälscht worden sind.

New YorkSchon in den Jahren 2000 bis 2010 haben US-Mitarbeiter des japanischen Airbag-Herstellers Takata befürchtet, dass Testergebnisse verschwiegen und Daten gefälscht worden sind, um Risiken der Technik zu verheimlichen. Das schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf interne Dokumente.

Die Airbags gelten heute als Ursache für acht Todesfälle und Dutzende von Verletzungen. Sie bergen offenbar die Gefahr zu explodieren und zu Splitter-Verletzungen zu führen. Zurzeit rufen Autohersteller daher in den USA 19 Millionen Fahrzeuge zurück.

Der größte Kunde der Firma ist Honda. Takata hat zudem 70 Millionen Dollar Strafe in den USA gezahlt und zugesagt, einige verantwortliche Mitarbeiter zu feuern und die Produktionsweise der Airbags zu verbessern.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte allerdings, die angesprochenen Tests und die Explosionen stünden in keinem Zusammenhang. Er räumte aber ein, die Firma habe in der Vergangenheit Kunden „selektive, unvollständige oder ungenaue“ Daten geliefert.

Von

fw

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