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22.06.2011

16:48 Uhr

Airbus A320neo

Was der Star von Le Bourget für Deutschland bedeutet

Auf der Pariser Luftfahrtmesse kann sich Airbus vor Bestellungen des neuen Modells A320neo kaum retten. Das ist nicht nur für den Flugzeugbauer eine gute Nachricht: Auch viele deutsche Zulieferer reiben sich die Hände.

Animation der A320neo: Knackt die Maschine die Marek von 1000 Bestellungen? Quelle: dpa

Animation der A320neo: Knackt die Maschine die Marek von 1000 Bestellungen?

ParisDie neue, Sprit sparende Version der in Hamburg montierten A320neo von Airbus ist der Star der Luft- und Raumfahrtausstellung von Le Bourget. In nur drei Tagen hat der europäische Flugzeughersteller mit der Variante seines Bestsellers den Erz-Konkurrenten Boeing durch eine milliardenschwere Auftragslawine überflügelt. Airbus-Verkaufschef John Leahy hält es für möglich, dass die A320neo bis zum Messe-Ende am Wochenende die Marke von 1000 Aufträgen und Vorverträgen knackt. Dabei vermarktet Airbus den Flieger erst seit einem halben Jahr.

Die in Le Bourget vertretenen Manager der deutschen Unternehmen reiben sich die Hände. „Für den Standort Deutschland ist das eine gute Nachricht. Es ist auch für die zahlreichen deutschen Zulieferer ein positives Signal“, sagt der Sprecher des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Christopher Bach. Vor allem im Kabinen-, im Triebwerk, Sitz- und Elektronikbereich gibt es viele deutsche Firmen, die - zum Teil mit internationalen Partnern - die Elemente für den Zusammenbau des Flugzeugs liefern.

Der Münchner Triebwerksbauer MTU etwa gehört dazu. Er hat in Le Bourget Aufträge in Höhe von 600 Millionen Euro eingefahren - doppelt so viel wie bei der letzten Messe vor zwei Jahren. Auch er setzt auf die neuen A320neo: MTU baut an dem Antrieb von Pratt & Whitney mit, das für den Airbus-Flieger angeboten wird. Allerdings kam in Le Bourget vielfach auch das Konkurrenz-Triebwerk des französischen Herstellers CFM zum Zuge. Beide Antriebe sollen die A320neo zum Spritsparer machen - 15 Prozent weniger Verbrauch als beim Vorgänger A320, verspricht Airbus.

Für die Airlines bedeutet die Ersparnis bares Geld. Um den „neo“ zu bekommen, legen deshalb viele Fluglinien-Chefs beim Kaufpreis gerne sechs Millionen Euro im Vergleich zur herkömmlichen Variante drauf. Bereits am Mittwoch überschritt das Orderbuch für den Flieger die 700er-Marke - ein phänomenaler Erfolg, der den US-Rivalen Boeing zu einer raschen Entscheidung für sein in die Jahre gekommenes Konkurrenzmodell 737 zwingt.

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