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30.03.2012

07:29 Uhr

Airbus-Beihilfen

Kreise: USA fassen Sanktionen ins Auge

Die USA fürchten, dass durch EU-Subventionen der US-Flugzeughersteller Boeing ins Hintertreffen gerät. Die US-Regierung könnte darum ersuchen, dass sie Strafzölle auf europäische Waren erheben darf.

Die EU hat nach eigener Darstellung die Auflagen für Subventionen für die EADS -Tochter Airbus umgesetzt. dpa

Die EU hat nach eigener Darstellung die Auflagen für Subventionen für die EADS -Tochter Airbus umgesetzt.

Washington Die US-Regierung werde wohl bei der Welthandelsorganisation WTO darum ersuchen, dass sie Strafzölle auf europäische Waren erheben dürfe, verlautete aus Industriekreisen. Der US-Handelsbeauftrage werde den nächsten Schritt bald tun, hieß es. Die USA würden die WTO auffordern zu prüfen, ob die europäischen Regierungen ihre unrechtmäßigen Subventionen tatsächlich beendet hätten. Sollte das nicht der Fall sein, könnte das zu US-Sanktionen für Exporte aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und möglicherweise anderen EU-Mitgliedern führen.

Die Europäische Union hatte im Dezember nach eigener Darstellung fristgerecht die Auflagen der WTO mit Blick auf die umstrittenen Subventionen für die EADS -Tochter Airbus umgesetzt. Die USA fürchten, dass durch die Hilfen der US-Flugzeughersteller Boeing ins Hintertreffen gerät. Eine Prüfung durch die WTO könnte sechs Monate dauern. Viele Beobachter erwarten jedoch, dass beide Seiten sich vorher einigen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.03.2012, 10:24 Uhr

Wieder mal USA First. Wenn von der WTO, wie auch im Handelsblatt zu lesen war, Boeing wegen unrechtmäßigem Bezug von Entwicklungsgeldern verdonnert wird, mit einem Schaden von ca. 45 Mrd. Dollar für Airbus, dann ist das O.K. Boeing ist das mit Abstand erfolgreichste Lobbyunternehmen der Welt. Getragen von den guten Kontakten ins Militär gelingt es Boeing immer wieder die USA Behörden für sich einzuspannen. Boeingmaschinen in alle Welt zu verkaufen ist gut. Andere Maschinen nach USA zu verkaufen ist schlecht. Der von Boeing vom Zaun gebrochene Streit, der sich schon seit Jahren hinzieht, geht wohl nicht gut aus für Boeing. Deshalb wird jetzt die Strafzoll-Bazuka unter dem Tisch hervorgeholt. Das hat schon etwas putinreskes an sich.

Account gelöscht!

31.03.2012, 12:43 Uhr

Die USA hat eben immernoch nicht begriffen, dass solche Maßnahmen ihren sinkenden Stern am Himmel der Wirtschaftsmächte auch nicht aufhalten werden.

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