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23.06.2015

18:16 Uhr

Airbus

China könnte bis zu 70 Großraumjets ordern

Airbus verhandelt schon länger über einen neuen Standort in China. Laut Insidern will die Volksrepublik nun bis zu 70 Jets vom Typ A330 kaufen. Die Gespräche sollen im Zusammenhang mit dem Plan für ein neues Werk stehen.

Airbus würde an einem neuen Standort in China die Kabinen der A330-Maschinen fertigstellen. AFP

A330-Produktion

Airbus würde an einem neuen Standort in China die Kabinen der A330-Maschinen fertigstellen.

ParisAirbus verhandelt Insidern zufolge mit China über den Verkauf von 50 bis 70 Großraumjets vom Typ A330. Die Gespräche stünden in Zusammenhang mit den Plänen für einen neuen Standort in der Volksrepublik, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Der europäische Konzern verhandelt bereits seit eineinhalb Jahren über das Werk. Dort sollen für Fluggesellschaften die Kabinen der A330-Maschinen fertiggestellt werden. Airbus verfügt bereits über ein Montagewerk für den kleineren A320 in der Stadt Tianjin.

Airbus – Geschichte und Daten

Wandel

Seit Ende der 60er-Jahre hat Airbus eine wechselvolle Geschichte erlebt. Das fängt beim Namen an: Mal hieß das Konglomerat EADS, derzeit ist wieder Airbus angesagt. Mal dominierte im Konzern die Militärsparte, mal der Passagierflugzeugbau. Mal versuchte die private Industrie, den Konzern zu halten, mal war wieder der Staat gefragt. Was über all die Jahre aber gleich blieb: Airbus steht und fällt bis heute mit dem Willen aller Beteiligten zur Kooperation. Durchregieren ist in dem Konzern, in dem ein empfindliches Gleichgewicht zwischen allen beteiligten Nationen gewahrt wird, bis heute nicht.

Position

Airbus ist heute der größte europäische und weltweit der zweitgrößte Flugzeughersteller. Montagewerke stehen in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien. Die Gruppe ist zudem zweitgrößter europäischer Rüstungskonzern. Für Airbus arbeiten mehr als 140.000 Mitarbeiter, der Gesamtkonzern setzt pro Jahr etwa 60 Milliarden Euro um (und verdiente zuletzt etwa vier Milliarden Euro).

Kern

Der Kern des Fluggeschäfts ist in der Tochter Airbus gebündelt, die heute in Toulouse in Frankreich sitzt. Während der Gesamtkonzern mit Tom Enders von einem Deutschen geführt wird, steht an der Spitze der Luftfahrtsparte mit Fabrice Bregier ein Franzose. Eine durchaus typische Aufteilung. Neben Deutschland und Frankreich (jeweils etwa zwölf Prozent) hält auch Spanien Anteile an dem Konzern.

Französische Insider sagten, die Vereinbarungen über die neue Niederlassung könnten bei einem Besuch des chinesischen Regierungschefs Li Keqiang am 01. Juli in Toulouse unterschrieben werden. Branchenexperten weisen aber darauf hin, dass schon mehrfach entsprechende Anläufe gescheitert sind. Airbus gab keine Stellungnahme ab.

Von

rtr

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