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06.01.2011

09:45 Uhr

Airbus

Erste A380-Bestellung nach Triebwerksproblemen

Erster A380-Auftrag nach den Triebwerksproblemen: Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines kauft bei Airbus sechs Exemplare des weltgrößten Verkehrsjets. Das bringt dem Flugzeugbauer Milliarden.

A380: Airbus bekommt wieder Bestellungen für den Riesenflieger. Reuters

A380: Airbus bekommt wieder Bestellungen für den Riesenflieger.

HB PARIS. Der Auftrag hat nach Listenpreis einen Wert von knapp 2,1 Milliarden Dollar. Der Beginn der Auslieferungen sei für 2014 geplant, teilte der europäische Flugzeugbauer am Donnerstag in Toulouse mit. Asiana Airlines will die A380 auf wichtigen Stammstrecken nach Europa und in die USA einsetzen. Die doppelstöckige Maschine bietet in in einer typischen Dreiklassenbestuhlung 525 Passagieren Platz und kann 15 300 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen.

Mit welchen Triebwerken Asiana Airlines ihre A380 ausstatten lässt, ist nach Angaben von Airbus noch unklar. Nach Schwierigkeiten mit Rolls-Royce-Antrieben konnte Airbus 2010 nur 18 statt wie geplant 20 der Riesenflieger ausliefern. Bei einem Qantas-Airbus A380 war am 4. November kurz nach dem Start ein Triebwerk in Brand geraten. Teile davon stürzten zu Boden. Die Maschine mit 466 Menschen an Bord musste in Singapur notlanden. Qantas nahm daraufhin vorübergehend ihre sechs A380 aus dem Verkehr.

Mit der neuen Order hat Airbus bislang 240 Bestellungen von 18 Kunden für die A380 erhalten. Der Hersteller hofft darauf, insgesamt 700 bis 800 Jets des Flugzeugs absetzen zu können. Bei dem A380- Projekt gab es lange erhebliche Schwierigkeiten. Bislang schreibt Airbus mit dem Flieger rote Zahlen. Mit einem Gewinn wird erst in einigen Jahren gerechnet.

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