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19.09.2016

14:42 Uhr

Airbus

Flugzeugbauer dementiert Sparprogramm

Airbus will mit einem Modernisierungsprogramm die Digitalisierung von Produktion und Vertrieb vorantreiben. Medienberichte über ein neues Sparprogramm dementiert der Luft- und Raumfahrtkonzern jedoch.

Der Luftfahrtkonzern widerspricht berichten über ein Kostensenkungsprogramm. Reuters

Airbus-Werk in Alabama

Der Luftfahrtkonzern widerspricht berichten über ein Kostensenkungsprogramm.

ToulouseAirbus hat einen Zeitungsbericht über Pläne für ein neues Sparprogramm dementiert. Ein Konzernsprecher sagte am Montag, der Flugzeugbauer arbeite nicht an einem Kürzungsvorhaben, das zusätzlich zu dem unlängst bereits mitgeteilten kommen soll. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, wegen teurer Verzögerungen bei mehreren Flugzeugen beabsichtige das Unternehmen weitere Kostensenkungen. Der Plan sei zwar noch nicht fertig, er könne aber Stellenstreichungen umfassen.

Der Sprecher äußerte dagegen, es sei irreführend, bereits angekündigte Sparanstrengungen als Reaktion auf kurzfristige Geschäftsprobleme zu interpretieren. Vielmehr gehe es um ein grundlegendes Modernisierungsprojekt, das auf eine Digitalisierung von Produktion und Vertrieb anziele. Dadurch sollten Kosten reduziert werden. Dies habe Konzernchef Tom Enders bereits im Juli in Aussicht gestellt.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Airbus kämpft mit Verzögerungen beim neuen Langstreckenflieger A350 und dem Militärtransporter A400M, der auch an die Bundeswehr geliefert wird. Das Unternehmen hatte im Juli bekanntgegeben, wegen der Probleme fast 1,4 Milliarden Euro beiseitezulegen. Zudem findet es für seinen Superjumbo A380 kaum noch Käufer. Mit ähnlichen Schwierigkeiten hat Erzrivale Boeing beim ebenfalls vierstrahligen Jet 747 zu kämpfen.

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