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03.03.2016

20:03 Uhr

Airbus greift Boeing an

Offenbar neue Maschine mit 400 Sitzen geplant

Die Boeing 777 hat bis zu 425 Sitze – rund 50 mehr als das größte Modell von Airbus. Das will der Flugzeugbauer nun offenbar ändern. Laut einem Insider klopft der Konzern Fluggesellschaften auf ihr Kaufinteresse ab.

Der neue Airbus A350-900 hat zwar noch keine 400 Sitzplätze – bietet dafür aber jedem Fluggast ein individuelles Entertainment-System an, selbst in der Economy Class. Reuters

Economy Class

Der neue Airbus A350-900 hat zwar noch keine 400 Sitzplätze – bietet dafür aber jedem Fluggast ein individuelles Entertainment-System an, selbst in der Economy Class.

PhoenixDer Flugzeugbauer Airbus erwägt nach Informationen von Insidern, seinen US-Rivalen Boeing mit einem neuen Großraumflugzeug anzugreifen. Die Europäer loteten derzeit das Interesse großer Kunden an einer neuen Langstreckenmaschine mit 400 Sitzen aus, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen am Donnerstag. Ziel sei insbesondere, von Singapore Airlines und British Airways Rückmeldungen zu bekommen. Der vorläufige Arbeitstitel des Flugzeugs solle A350-8000 lauten. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Airbus wollte sich nicht dazu äußern. Bisher fehlt dem Konzern ein Flugzeug, das mit der zweistrahligen Boeing 777-9 mit 400 bis 425 Sitzen direkt konkurriert.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Von

rtr

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