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09.12.2015

20:31 Uhr

Airbus

Konzern schließt Millionendeal über Raumsondenbau

Im Zuge eines Millionendeals soll Airbus für die Europäische Weltraumorganisation eine Raumsonde bauen. Die Sonde mit dem Namen „Juice“ soll 2022 starten – und hat dann noch einen langen Weg vor sich.

Das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt soll eine europäische Raumsonde zur Erforschung des Jupiters bauen. dpa

Airbus Defense and Space

Das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt soll eine europäische Raumsonde zur Erforschung des Jupiters bauen.

BerlinDie Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat mit der Airbus Defense and Space einen Millionendeal zum Bau einer Raumsonde besiegelt. Das Auftragsvolumen für die Entwicklung der Sonde „Juice“ bezifferte das weltweit zweitgrößte Raumfahrtunternehmen mit 350 Millionen Euro.

„Juice“ soll im Jahr 2022 mit einer Ariane-5-Rakete in Richtung des Planeten Jupiter starten, um den Riesenplaneten und seine Eismonde zu erforschen. Die Sonde wird der ESA zufolge acht Jahre unterwegs sein, bis sie den Jupiter erreicht, und ihn dann dreieinhalb Jahre umkreisen.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Von

rtr

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