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09.06.2016

20:11 Uhr

Airbus steigt aus

Flugzeugbauer stößt Kampfflugzeug-Beteiligung ab

Derzeit ist Airbus mit 23,6 Prozent am Kampfflugzeug-Hersteller Dassault Aviation beteiligt. Doch der Luftfahrt-Konzern will seine Anteile loswerden – für bis zu 950 Euro je Aktie.

An Dassault Aviation hielt Airbus zuletzt noch knapp 24 Prozent. Reuters

Modell von Dassault Aviation

An Dassault Aviation hielt Airbus zuletzt noch knapp 24 Prozent.

ToulouseDer Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will seine Anteile am Kampflugzeug-Hersteller Dassault Aviation komplett abgeben. Airbus ist aktuell noch mit 23,6 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Nun sollen 9,05 Prozent mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens an Investoren veräußert werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Platzierungsspanne liegt nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg bei 920 bis 950 Euro je Aktie.

Dassault Aviation wolle im Zuge eines Aktienrückkaufprogramms zudem 5,5 Prozent der eigenen Anteile kaufen. Der Preis werde bei 980 Euro oder - falls niedriger - auf der Höhe des Platzierungspreises der anderen Papiere liegen. Des weiteren plant Airbus die Emission einer bis 2021 laufenden Nullcoupon-Anleihe mit einem Volumen von etwa einer Milliarde Euro. Diese Papiere könnten mit einem Aufschlag in Dassault-Aktien umgetauscht werden. Falls die Anleihe komplett umgetauscht würden, „hält die Airbus Group keine Anteile oder Stimmrechte mehr an Dassault Aviation“, hieß es in der Mitteilung.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Von

dpa

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