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01.08.2011

15:19 Uhr

Aktie auf Talfahrt

Maschinenhersteller Homag stutzt Prognose

Rückgang statt Anstieg beim Jahresergebnis - so lautet die korrigierte Prognose für das Gesamtjahr des Maschinenbauers Homag. Die Aktie brach infolge der schlechten Quartalszahlen ein.

huGO-BildID: 8860893 Ein Mitarbeiter des Maschinenbauers HOMAG steht am Dienstag (10.07.2007) in Schopfloch (Landkreis Freudenstadt) vor einer Holzverarbeitungsmaschine. Der Maschinenbauer HOMAG plant für den 13. Juli seinen Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. HOMAG ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für plattenverarbeitende Möbel- und Bauelementehersteller sowie den Fertighausbau. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

huGO-BildID: 8860893 Ein Mitarbeiter des Maschinenbauers HOMAG steht am Dienstag (10.07.2007) in Schopfloch (Landkreis Freudenstadt) vor einer Holzverarbeitungsmaschine. Der Maschinenbauer HOMAG plant für den 13. Juli seinen Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. HOMAG ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für plattenverarbeitende Möbel- und Bauelementehersteller sowie den Fertighausbau. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw +++(c) dpa - Bildfunk+++

FrankfurtDer Maschinenbauer Homag streicht wegen höherer Kosten für seinen Konzernumbau seine Prognose zusammen. Das Unternehmen habe im zweiten Quartal seine Ziele nicht erreicht und rechne deshalb im Gesamtjahr nun mit einem Gewinnrückgang statt wie bisher mit einem deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses, teilte die Firma aus Schopfloch im Schwarzwald am Montag mit.

Die Homag-Aktie brach daraufhin um rund sieben Prozent auf 13,75 Euro ein. Das Betriebsgewinn (Ebitda) vor außerordentlichem Restrukturierungsaufwand und vor den Ausgaben für eine Mitarbeiterbeteiligung dürfte auf dem Niveau des Vorjahres liegen, als ein Plus von 65,1 Millionen Euro in den Büchern stand. Bisher hatte Homag einen Ebitda-Anstieg in Aussicht gestellt. Dass der Nettogewinn im Gegensatz zum Ebitda zurückgehe, sei vor allem auf die zu erwartende hohe Steuerquote zurückzuführen, erklärte der vor allem für die Möbelindustrie und das Handwerk tätige Konzern.

Homag hatte wegen der Wirtschaftskrise ein Sparprogramm aufgelegt und verhandelt derzeit mit den Gewerkschaften über die Restrukturierung der drei Tochtergesellschaften Bütfering, Friz und Torwegge. Die Höhe der Kosten für den Konzernumbau können nach Angaben von Homag erst nach dem Abschluss dieser Gespräche genau beziffert werden.

Im zweiten Quartal ging Homags Betriebsgewinn vor Sondereffekten um eine Million auf 14 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich stand eine schwarze Null nach einem Gewinn von 1,6 Millionen vor einem Jahr. Positiv entwickeln sich dank des robusten Konjunkturaufschwungs in Deutschland dagegen weiter Umsatz und Auftragseingang. Die Erlöse kletterten von April bis Ende Juni um zehn Prozent auf 198,7 Millionen Euro, die Orders um rund 12 Prozent auf 151,3 Millionen Euro. Mit diesen beiden Kennzahlen liegt der Konzern im Plan und bekräftigte seine Jahresziele. Der Auftragseingang soll demnach 2011 leicht steigen, die Erlöse um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen.

Von

rtr

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