Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2005

16:53 Uhr

Aktie im Laufe der Monate um mehr als 50 Prozent eingebrochen

Sonderbelastungen verderben Imclone die Bilanz

US-Biotechnologieunternehmen Imclone Systems hat für das vierte Quartal 2004 wegen einer einmaligen Sonderbelastung im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten trotz deutlich höherer Umsätze einen Verlust ausgewiesen.

HB NEW YORK. Imclone habe ein Minus von 13,2 Millionen Dollar oder 16 Cent je Aktie verbucht, nachdem der Verlust ein Jahr zuvor noch 26,3 Millionen Dollar betragen habe, teilte das in New York ansässige Unternehmen am Mittwoch mit. Den Verlust begründete Imclone mit Kosten in Höhe von 55,4 Millionen Dollar für Gerichtsverfahren aus dem Jahr 2002. In den ersten drei Quartalen 2004 hatte ImClone jeweils einen Gewinn erzielt. Die Umsätze seien im letzten Jahresviertel verglichen zum Vorjahreszeitraum auf 107,3 Millionen Dollar nach 19,8 Millionen Dollar gestiegen.

Ohne Sonderaufwendungen habe Imclone 48 Cent je Aktie verdient, teilte der Konzern weiter mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit 38 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Imclone teilte zudem mit, es habe mit den Unternehmen Genentech, Johnson & Johnson und Sanofi-Aventis sowie der Universität von Kalifornien Lizenzvereinbarungen getroffen, die etwaige Patentfragen zur Antikörper-Technologie in Verbindung mit dem Krebsmittel Erbitux beträfen. So sollen potenzielle Streitigkeiten zwischen den Unternehmen vermieden werden.

Analysten nahmen die Nachricht über die Vereinbarung positiv auf. „Das Wichtigste ist, dass diese Vereinbarungen unterschrieben sind und im Rahmen der Erwartungen liegen“, urteilte Eric Schmidt von SG Cowen. Im Aktienkurs zeige sich, dass der Markt ein wenig erleichtert sei und dass das Schlimmste für die Firma vorbei sei, ergänzte er.

In den vergangenen sieben Monaten hatten die Imclone-Aktien mehr als 50 Prozent nachgegeben, da die Umsätze von Erbitux die Erwartungen nicht erfüllt hatten. Im vergangenen Quartal stiegen die Erlöse aus dem Verkauf des Krebsmittels aber gemäß den Erwartungen auf 87,8 Millionen Dollar von 84,1 Millionen Dollar im dritten Quartal. Nach Handelsbeginn gewann die ImClone-Aktie 0,55 Prozent auf 38 Dollar.

Außerhalb der USA und Kanadas hatte das Darmstädter Pharmaunternehmen Merck 1998 die Erbitux-Vermarktungsrechte in Lizenz von ImClone erworben. In Japan besitzen beide Unternehmen das Co-Exklusivitätsrecht zur Vermarktung des Medikaments.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×