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30.07.2014

10:28 Uhr

Aktie legt kräftig zu

Passagierjets lassen Airbus-Gewinn abheben

Airbus überrascht die Börse: Beim Flugzeugbauer lief das Geschäft mit Passagierjets zuletzt rund, Umsatz und Gewinn legen deutlich zu. Doch der Auftragseingang lässt zu wünschen übrig – und eine Sparte schwächelt weiter.

Der neue Airbus A350 XWB: Das Geschäft mit Passagierflugzeugen läuft gut. dpa

Der neue Airbus A350 XWB: Das Geschäft mit Passagierflugzeugen läuft gut.

MünchenDas brummende Geschäft mit Passagierjets hat dem Flugzeugbauer Airbus im abgelaufenen Quartal weitere Zuwächse beschert. So stieg der Umsatz binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Überschuss kletterte um fast ein Drittel auf 696 Millionen Euro. Damit schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als von Analysten erwartet.

Die Quartalszahlen schoben Airbus an: Die im MDax gelisteten Aktien kletterten um bis zu fünf Prozent auf 45,88 Euro. Die gute Zahlen des Boeing-Konkurrenten sollten helfen, das Vertrauen in die operative Gewinnentwicklung von Airbus zurückzugewinnen, schrieb DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald in einem Kommentar. „Insbesondere die Division Airbus war deutlich besser als erwartet dank eines günstigen Produktmixes und höheren Auslieferungen im zweiten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr.“

Während die Zivilflieger- und die Helikoptersparte ihre Einnahmen steigerten, musste das Rüstungs- und Raumfahrtsegment leichte Einbußen hinnehmen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Airbus-Chef Tom Enders seine Prognose, wonach der Umsatz des Konzerns stabil bleibe und die operative Rendite vor Einmaleffekten leicht steigen werde. Obwohl die Entwicklung des Langstreckenfliegers A350 im Plan liege, könnten mögliche Verzögerungen nach wie vor der früheren EADS die Bilanz verhageln, warnte er.

Das Renditeziel von sieben bis acht Prozent im kommenden Jahr könnte durch die Entwicklungskosten für die Modernisierung des A330-Modells etwas geschmälert werden, räumte Enders ein. Bedenken wegen des schwachen Auftragseingangs im ersten Halbjahr, der auf 27,7 Milliarden Euro von zuvor 95,6 Milliarden Euro geschrumpft war, wischte er beiseite. Auf der Luftfahrtmesse in Farnbourough habe sein Haus viele Bestellungen verzeichnet.

Im ersten Halbjahr habe zudem der Sparkurs im Rüstungsgeschäft Wirkung gezeigt. Obwohl die Auftragslage dank einiger Orders für leichte und mittlere Transportflugzeuge stabil geblieben war, fürchtet Airbus auf Dauer mit Kriegsgerät weniger einzunehmen. Deshalb will Enders in dem Segment 5800 Stellen, davon 2400 in Deutschland streichen. Bei höheren Exporthürden würden zudem Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.

Von

rtr

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