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25.01.2006

19:23 Uhr

Aktionäre stimmen Übernahme zu

Adidas hat sich Reebok einverleibt

Die Übernahme des US-Sportartikelherstellers Reebok durch den deutschen Konkurrenten Adidas ist in trockenen Tüchern.

HB FRANKFURT. Mit 98 Prozent der Stimmen hätten die Reebok-Aktionäre der Fusion am Mittwoch auf ihrer Hauptversammlung zugestimmt, teilte Reebok in Los Angeles mit. Es werde erwartet, dass die Transaktion am 31. Januar abgeschlossen werde, hieß es weiter. Mit der Zustimmung der Reebok-Aktionäre hat Adidas die letzte Hürde für den Zusammenschluss genommen, nachdem die EU-Kommission dem Vorhaben am Vortag zugestimmt hat. Nun kann Adidas das US-Unternehmen schneller als ursprünglich angekündigt in seiner eigenen Bilanz berücksichtigen.

Der fränkische Traditionskonzern rechnet mittelfristig für das kombinierte Unternehmen mit Umsatzsteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn soll jährlich im Schnitt um etwa zehn Prozent zulegen. Schon im ersten Jahr nach der Übernahme soll Reebok zum Gewinn beitragen. 2004 kamen die beiden Unternehmen zusammen auf ein Ergebnis von rund 450 Mill. Euro. Die Marke Reebok soll erhalten bleiben.

Durch den Zusammenschluss entsteht ein Konzern mit rund neun Mrd. Euro Umsatz. Adidas schließt damit insbesondere auf dem wichtigen US-Markt deutlich auf und ist dem Branchenführer Nike dicht auf den Fersen. Der Kaufpreis für Reebok beträgt rund 3,1 Mrd. Euro, es ist die größte Übernahme in der Branche seit Jahren.

Die Adidas-Aktie schloss am Mittwochabend mit 0,3 Prozent im Minus bei 165,50 Euro.

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