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13.02.2012

07:59 Uhr

AKW-Betreiber

Tepco erhält weitere Staatshilfen

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, erhält weitere Milliarden an Staatshilfen.

Logo des japanischen Energiekonzerns Tepco an der Zentrale in Tokio. Reuters

Logo des japanischen Energiekonzerns Tepco an der Zentrale in Tokio.

TokioDie japanische Regierung beschloss am Montag zusätzliche Hilfen in Höhe von 689,4 Milliarden Yen (6,7 Mrd Euro), damit der angeschlagene Energiekonzern Tepco den massiven Entschädigungszahlungen nachkommen kann. Damit beläuft sich die Summe der bewilligten Steuergelder bereits auf mehr als 1,5 Billionen Yen. Tepcos Überleben als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das AKW Fukushima Daiichi schwer beschädigt wurde, in Frage.

Der Konzern sieht sich mit riesigen Entschädigungszahlungen, Aufräumkosten sowie steigender Kosten für Ersatzbrennstoffe konfrontiert. Großkunden von Tepco sollen deswegen ab April 17 Prozent mehr zahlen. Kritiker fordern jedoch, dass das Unternehmen zuerst mehr Anstrengungen aufbringen müsse, intern Kosten zu sparen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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vandale

13.02.2012, 08:23 Uhr

Die Regierung muss bezahlen was sie teilweise angerichtet hat.

Tepco steht vor der Situation, dass neben den normalen Betriebskosten, Zinszahlungen und Tilgungen hohe Kosten für die Reaktorunfälle anfallen.

Andererseits sind 4 seiner Krenkraftblöcke zerstört und alle weiteren aufgrund des Amoklaufs des Ex-Premiers vorläufig stillgelegt. Strom muss teuer mittels Kohle, Erdgas und Heizoel hergestellt werden. Die Kosten einer Stromerzeugung mit Erdgas und Heizöl sind nicht in den Strompreisen berücksichtigt.

Der Wegfall der Cashmaschinen und ein gleichzeitig höhere Kosten sind für kein Unternehmen tragbar.

Zu einem erheblichen Teil ist die Regierung an dem Zustand schuld als das sie die Wiederinbetriebnehme der nicht verunfallten Kernkraftwerke bis jetzt verzögert hat.

Vandale

Gilbert

13.02.2012, 10:21 Uhr

Die Regierung ist wohl kaum an den mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und der fehlenden Versicherung für das Chaos schuld. Deutschland hat das schon verstanden. Japan wird wie Deutschland den Atom Blödsinn beenden - bravo. Wenn man sich die Lage der Menschen in Fukushima und Tschernobly heute ansieht weiss man das dieser Strom für die Betroffenen SHER, SEHR teuer war, völlig unbezahlbar, ... drum versichert auch niemand diese Dinger. Ich wette die Enstsorgungskosten stehen noch in keiner Bilanz,.. dann dann wären die alle pleite!

vandale

13.02.2012, 11:07 Uhr

Gilbert

Ich bin nicht im Detail mit der japanischen Politik vertraut. Allerdings war der Premier Khan Blüte einer im Vergleich zur LDP sehr links-ökologischen Politk. Ich nehme an, dass Japan früher, oder später zur Vernunft zurückkehrt und den Anteil der umweltfreundlichen und im Vergleich zu allen anderen Energieerzeugungsverfahren sichersten Kernenergie nicht signifikant vermindern wird.

Die Kosten der Reaktorunfälle von Fukushima wird von der Regierung mit 64 Mrd. $ beziffert. Diese Kosten sind zu grossen Teilen durch sinnlose Aktivitäten wie der andauernden Evakuierung vieler Menschen verursacht.

In Deutschland ist die Legende der "ungelösten Endlagerfrage" aus unerfindlichen Gründen die populärste Oekolegende. Wenn man abgebrannten Kernbrennstoff nicht wiederaufbereiten möchte, letzteres wurde in D durch den BMU Trittin verboten um nicht der "ungelösten Endlagerfrage" im Wege zu sein, so kann man diesen analog der teils gefährlicheren chemotoxischen Abfälle in Tiefenlagern deponieren. Die Versorger haben für die Entsorgung des abgebrannten Kernbrennstoffs sehr reichliche Rückstellungen gebildet. Sofern es ihr ökologischer Glaube erlaubt, sollten Sie einen Blick in einen Geschäftsbericht eines D Versorgers (Atomrückstellungen) werfen. In den USA hat man zum Vergleich 0,1c($) Rückstellungen in einen Fonds einbezahlt.

Vandale

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