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21.07.2011

12:17 Uhr

Akzo Nobel

Der Chemiekonzern ist enttäuscht vom Geschäft

Akzo Nobel zeigt sich deprimiert: Der Geschäftsentwicklung des letzten Quartals können die Niederländer nichts abgewinnen. Mit neuen Maßnahmen soll an den weiteren Entwicklungen gefeilt werden.

Das Akzo Nobel-Hauptquartier in Amsterdam. Quelle: picture alliance

Das Akzo Nobel-Hauptquartier in Amsterdam.

AmsterdamDer weltgrößte Farbenhersteller Akzo-Nobel kündigt angesichts schrumpfender Gewinne und steigender Rohstoffkosten neue Sparschritte an. In den verschiedensten Konzernbereichen seien Restrukturierungen geplant, darunter in der Lieferkette und in der Logistik, erklärte Konzernchef Hans Wijers am Donnerstag bei Vorlage des Zwischenberichts zum zweiten Quartal. Einige 100 Millionen Euro will der durch seine Farbenmarke „DuLux“ bekannte niederländische Konzern dadurch einsparen. Anziehende Rohstoffpreise und eine flaue Nachfrage in Kernmärkten hatten Akzo-Nobel im zweiten Quartal zugesetzt. Bei einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro brach der operative Gewinn dennoch um zehn Prozent auf 551 Millionen Euro ein.

An der Börse kam Akzo-Nobel trotz der schwachen Zahlen relativ glimpflich davon: Die Aktie büßte lediglich 0,7 Prozent ein. Das Management hatte bereits Ende Juni vor einem Gewinnrückgang gewarnt.

„Ich bin mit den Ergebnissen im Quartal trotz einer positiven Mengen- und Preisentwicklung nicht zufrieden“, räumte Wijers ein. Die vergangenen Monate seien schwierig gewesen. Auch im dritten Jahresviertel würden die Kosten steigen. Die operative Rendite (Ebitda-Marge) war im zweiten Quartal auf 13,4 Prozent von 15,7 Prozent vor Jahresfrist gesunken. Mit dem neuen Sparkurs will das Management die Marge wieder nach oben hieven. Sie soll dadurch mindestens auf die Mitte der Zielspanne von 13 bis 15 Prozent steigen.

Akzo-Nobel war zuletzt bereits einen scharfen Sparkurs gefahren: Fast 700 Millionen Euro wurden bis Ende 2010 eingespart, indem Anlagen geschlossen, Stellen gestrichen und Synergien aus der Übernahme der britischen Chemiefirma ICI gehoben wurden. Weitere Einzelheiten zu den neuen Einschnitten will Wijers im Jahresverlauf bekanntgeben.

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