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16.01.2007

15:15 Uhr

Alles begann mit Backpulver

Stichwort: Oetker-Gruppe

Oetker zählt zu den bekanntesten Marken in Deutschland. Die meisten Verbraucher dürften zunächst an Pudding, Pizza oder Backpulver denken, wenn sie den Namen hören.

HB BIELEFELD. Doch den größten Spartenumsatz erzielt die Oetker-Gruppe nicht mit Lebensmitteln, sondern auf den Weltmeeren: 43,2 Prozent der Erlöse von 7,029 Mrd. Euro im Jahr 2005 stammten aus dem Reedereigeschäft der Tochter Hamburg Süd, ein Jahr zuvor waren es 39,6 Prozent.

Mit der Übernahme von Brau und Brunnen stieg Oetker außerdem zu Deutschlands größtem Bierbrauer auf. Die Biersparte hatte 2005 einen Umsatzanteil von 18,8 Prozent nach 20,1 Prozent ein Jahr zuvor. Die Nahrungsmittelsparte, die nach der Übernahme des Molkereiprodukte-Herstellers Onken im Jahr 2004 vor allem mit Dessert-Produkten expandieren will, steuerte 25,8 Prozent der Erlöse bei.

Begonnen hatte alles in einer Bielefelder Apotheke: Dort entwickelte August Oetker 1891 das „Backin“-Pulver. Sein am Dienstag im Alter von 90 Jahren gestorbener Enkel Rudolf August stellte 60 Jahre später die Weichen für einen der am breitesten diversifizierten deutschen Weltkonzerne. Zur Gruppe, die mehr als 23 000 Mitarbeiter beschäftigt, gehören auch das Bankhaus Lampe, die Condor- Versicherung, eine Chemiefabrik und Luxushotels. Eine weitere Säule des Familienkonzerns sind Sekt, Wein und Spirituosen. Dieser Markt wird mit Deinhard, Henkell & Söhnlein sowie Fürst von Metternich bedient. Zu den Spirituosen gehört Wodka Gorbatschow.

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