Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.06.2012

13:49 Uhr

Allianz gegen China

Yingli verärgert über Antidumpingzölle

ExklusivDie USA schützen ihre Solarbranche mit Zöllen gegen die Billig-Konkurrenz aus China und auch in Europa sind entsprechende Initiativen im Gespräch. Der chinesische Konzern Yingli reagiert erbost auf die „Antidumpingverfahren“.

Arbeiter bringen auf einem Gebäude Solarzellen des HerstelleYingli an. Reuters

Arbeiter bringen auf einem Gebäude Solarzellen des HerstelleYingli an.

DüsseldorfDer chinesische Konzern Yingli Solar geht mit den Strafzöllen gegen chinesische Solarzellen hart ins Gericht.  „Ich halte Antidumpingverfahren für den völlig falschen Weg im Solargeschäft“, sagte Europachef Darren Thompson dem Handelsblatt vor Beginn der weltgrößten Branchenmesse Intersolar in München. Sie schadeten nicht nur den chinesischen Unternehmen, sondern der gesamten Solarbranche. Sie ließen die Preise für Solaranlagen ansteigen lassen und machten „die Solarenergie weniger wettbewerbsfähig“.

Mitte Mai hatte das US-Handelsministerium Schutzzölle gegen Solarimporte aus China verhängt. Sie liegen bei mindestens rund 31 Prozent. Frank Asbeck, Chef von Solarworld, hatte die Initiative zusammen mit amerikanischen Partnern angestoßen, um sein US-Geschäft vor Billig-Ware aus China zu schützen.  

Jetzt bereitet er ein ähnliches Verfahren für den europäischen Markt vor. Noch ist die Allianz gegen die Chinesen allerdings nicht spruchreif. „Wir wollen das aber so schnell wie möglich voranbringen, gemeinsam mit anderen europäischen Herstellern“, sagte Asbeck dem Handelsblatt.

Thompson betonte, dass Yingli seine Module nicht zu Dumpingpreisen verkaufe. Der Konzern fertige alles selbst vom Vorprodukt Wafer, über die Zelle bis zum fertigen Solarmodul. „Dadurch haben wir die Kostenkontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette und das bedingt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte der Europachef.

Von

wt

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wutbuerger

12.06.2012, 16:51 Uhr

Das habe ich schon seit 2007 empfohlen und das war schon zu spät. Gott sei Dank ist die Solarbranche in D aber schon Pleite. nur Solarfirmen die Pleite sind, sind gute Solarfirmen, denn sie beuten uns Bürger über subventionen aus bis aufs Blut!

Peter

12.06.2012, 23:42 Uhr

Asbeck schadet der ganzen Branche. Der "Sonnenkönig" hebt immer mehr ab. Ich denke, er wird über früher oder später mit seinen Geschäftspraktiken den gleichen Weg wie Schlecker gehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×