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20.01.2011

20:26 Uhr

Allianz mit Rosneft

US-Politiker greift BP an

Edward Markey, einer der führenden Ernergiepolitiker und scharfer Kritiker von BP, spricht sich jetzt gegen die Allianz des Ölrisen mit dem russischen Konkurrenten Rosneft aus. Er sieht die nationale Sicherheit der USA in Gefahr.

Die Kooperation der Ölkonzerne wird kritisiert Reuters

Die Kooperation der Ölkonzerne wird kritisiert

HB WASHINGTON. Die geplante Allianz des angeschlagenen britischen Energiekonzerns BP mit dem russischen Ölriesen Rosneft stößt in den USA auf erhebliche Vorbehalte. Einer der führenden Energiepolitiker im Repräsentantenhaus forderte von Finanzminister Timothy Geithner die sofortige Überprüfung der Überkreuzbeteiligung der beiden Unternehmen. "Ich glaube, dass es genügend Hinweise darauf gibt, dass diese Transaktion eine inakzeptable Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellt," schrieb der demokratische Abgeordnete Edward Markey in einem Brief an Geithner. Er verwies darauf, dass BP der größte Öl- und Gasproduzent in den USA sei. Zudem sei der Konzern der viertgrößte Raffineriebetreiber des Landes und der wichtigste Treibstofflieferant des amerikanischen Militärs.

Markey zählt nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu den schärfsten BP-Kritikern in Washington. Die Aussichten für die Ölförderung des Unternehmens in den USA sind nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im vergangenen April ungewiss. Dem Konzern drohen wegen der Öl-Pest zudem Strafzahlungen von mehr als 20 Milliarden Dollar. BP hatte den Schulterschluss mit dem russischen Staatskonzern in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Durch den milliardenschweren Einstieg bei Rosneft sichern sich die Briten Zugriff auf lukrative Öl- und Gas-Vorkommen in der Arktis.

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