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28.02.2012

16:23 Uhr

Allianz wird konkreter

GM will bis zu sieben Prozent von Peugeot

Neue Details über die Allianz zwischen der Opel-Mutter General Motors und dem französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën sickern durch. Nun ist von einer Beteiligung die Rede.

Die Allianz zwischen Peugeot und GM wird konkreter. AFP

Die Allianz zwischen Peugeot und GM wird konkreter.

ParisDie beiden Autobauer General Motors und Peugeot Citroën scheinen sich näherzukommen. Wie mehrere amerikanische und französische Medien berichteten, könnte der Opel-Mutterkonzern schon in den nächsten Tagen seinen Einstieg beim angeschlagenen französischen Rivalen verkünden. Ziel ist es offenbar, in Europa gemeinsam stärker aufzutreten vor allem gegenüber Volkswagen. 

Unklar scheint aber noch, welchen Anteil GM erwerben könnte. Die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“ berichtete am Dienstag von fünf Prozent, das „Wall Street Journal“ und die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg von bis zu sieben Prozent. Bei ihren Informationen beriefen sich die Medien auf eingeweihte Personen; die Konzerne selbst äußerten sich nicht. 

Die französische Regierung hatte Gespräche über eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen in der vergangenen Woche bestätigt. Damals war aber noch nicht davon die Rede, dass GM sich auch an PSA Peugeot Citroën beteiligen könnte. Das würde die Allianz auf eine festere Basis stellen und ein Gegengewicht zum Volkswagen-Konzern schaffen, der mit seinen Marken wie VW, Audi, Skoda und Seat weite Teile des europäischen Markts beherrscht. 

Hintergrund der Allianzpläne sind die Probleme von Peugeot Citroën und der GM-Tochter Opel beziehungsweise deren britischer Schwestermarke Vauxhall. Die Autohersteller kämpfen mit rückläufigen Verkäufen infolge der Schuldenkrise vor allem in Südeuropa, hohen Kosten und Überkapazitäten in ihren Werken. Das führte zu hohen Verlusten. Alleine GM verlor mit seinem Europageschäft im vergangenen Jahr 747 Millionen Dollar (555 Mio Euro). 

Kommentare (3)

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AutoPapst

28.02.2012, 16:58 Uhr

Vor zwei Wochen wurde Opel von GM mit Hilfe der Medien noch sturmreif geschosssen (allein nicht lebensfähig) und nun sollen weitere Probleme zugekauft werden. Synergien sind bei dieser Liason nicht ausgeschlossen. Doch auch Opel könnte aktuell viel besser dastehen, wenn die Mutter aus Amerika ihre deutsche Tochter besser behandelt (geführt) hätte.
Potential ist da, denn die Qualität und die atraktivität der Produkte stimmen. GM müsste Opel nur machen lassen. Beispielsweise keine Exportbeschräänkungen mehr, usw.
Und während die Opelprodukte in Großbritannien weiter "Vauxhall" heißen könnten und in Deutschland/Europa "Opel" könnte man in den anderen Regionen unter der Marke "Flash" auftreten. Denn der Blitz hat nicht umsonst so eine lange Tradition.

ananasimschnee

28.02.2012, 17:01 Uhr

Ich fahre seit Jahren PSA-Fabrikate. Wenn jetzt GM dort einsteigt, werde ich keine Autos bei PSA mehr kaufen. Billigen Schund (Markenzeichen von GM-Produkten) zur Steigerung des Shareholder-Value brauche ich nicht.

qwertz

28.02.2012, 19:26 Uhr

Bevor wir weiter in die Wolfsburger Enge getrieben werden gebe ich lieber meinen Führerschein ab. Aber es gibt durchaus auch noch gute und aufstrebende Hersteller in Asien. Nur leider verkaufen die hierzulande nur einen Bruchteil ihrer Palette.

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