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08.07.2013

13:47 Uhr

Als Massenprodukt

Winterkorn sieht große Probleme für E-Autos

Für Umweltschützer gehören E-Autos die Zukunft – das sieht VW-Chef Winterkorn etwas anders. Für ihn halten vor allem reine Elektro-Fahrzeuge Hindernisse bereit, die gesellschaftliche Akzeptanz vorerst verhindern werden.

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn sieht weiterhin Vorteile für die Spritschlucker. AFP

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn sieht weiterhin Vorteile für die Spritschlucker.

WolfsburgPrivatkäufer werden sich nach Überzeugung von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn absehbar kaum für ausschließlich batteriebetriebene Autos entscheiden. „Die reinen Elektrofahrzeuge wie der E-Up oder der E-Golf werden zunächst wohl eher Zweitwagen bleiben oder in Fuhrparks eingesetzt. Zum einen, weil sie erheblich teurer sind als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Und zum anderen, weil sie eben nur eine begrenzte Reichweite haben“, sagte der Manager in einem Interview mit der „Automobilwoche“.

Winterkorn bekräftigte zudem die Hybrid-Strategie des Konzerns, bei der steckdosentaugliche E-Motoren mit herkömmlichen Motoren wie dem Diesel kombiniert werden. Ein Prototyp dabei, das Ein-Liter-Auto XL1 mit Batterie und Mini-Diesel, biete bereits Technik, die bald in Großserie gehen könnte. Winterkorn nannte den Kleinwagen Up als Kandidaten für den Hybrid-Antrieb aus dem XL1. Eine solche Variante könnte 1,5 Liter verbrauchen und sei für den Konzern eine ernsthafte Option. „Wir machen uns dazu intensiv Gedanken“, sagte der VW-Chef.

Letztendlich entscheide der Zuspruch der Käufer über das Tempo der Antriebsrevolution - und damit auch über die Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Winterkorn hält dabei staatliche Förderprogramme für denkbar: „Wenn die neuen Antriebe von den Kunden nicht angenommen werden, dann sollte die Politik vielleicht darüber nachdenken, ob Anreize notwendig sind.“ VW plane aber weiter „ohne Wenn und Aber“, die Vorgaben für das als klimaschädlich geltende Gas CO2 zu erfüllen.

Demnach sollen Neuwagen bis zum Jahr 2020 je Kilometer im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Bis 2015 soll die Grenze von 130 Gramm CO2 quer durch die Flotte eines Konzerns gelten.

Von

dpa

Kommentare (6)

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indrich

08.07.2013, 13:55 Uhr

E-Autos sind die größte Fehlinvestition und niemals die Zukunft. Finger davon!

Benziner

08.07.2013, 14:21 Uhr

Meinen Sie batterieelektrische Autos oder etwa auch die Brennstoffzelle (ist auch ein E-Auto)? Für die BZ sehe ich große Zukunfstchancen, da der Tankvorgang kaum länger dauert als aktuell beim Tanken von Benzin. Außerdem scheint sowohl die Reichweite, als auch die Haltbarkeit guter Dinge zu sein. Bis die Autos bezahlbar werden, wird es wohl noch dauern, aber ich bin gespannt (Ist ja bei jeder "neuen" Technik so... Es muss halt Pioniere geben, die auch gerne mehr dafür ausgeben, damit der Preis auf dauer sinkt).

Mfg

Uli

08.07.2013, 14:29 Uhr

Ich habe mir schon vor zwei Jahren sofort eines der ersten Renault ZE Autos zur Testfahrt ausgeliehen und ich war extrem begeistert. Ich hätte so ein Auto mit Mietbatterie für 88 Euro im Monat sofort gekauft denn der Wagen ( Kangoo ZE 5 Türer mit 5 Sitzen hätte gerade mal um die 25 TEURO gekostet, und zwar wirklich ordentlich ausgestattet, aber aber aber, die Reichweite. Abzug, Beschleunigung auch die Höchstgeschwindigkeit, der Preis, das Aussehen, alles das kann viele Menschen die gerne ein umweltfreundliches Auto fahren möchten nicht davon abhalten so eines zu erwerben, aber eben die mit 130 km absolut nicht ausreichende Reichweite. Wenn wir am Wochenende nicht einmal mit den Kindern die Großeltern besuchen können, die gerade mal 140 km entfernt wohnen, dann brauchen wir ja doch noch ein zweites Auto für Wochenende und Urlaub und das gibt dann das Budget, der begrenzte Parkraum und die doppelten Kosten für die Versicherung natürlich nicht mehr her, auch wenn das Auto 5 Tage die Woche in der Stadt ins Geschäft zum Sport zur Schule total ausreichen würde und gerade zu perfekt zur Großstadt passen würde Ach ja ein zweiter Aspekt der leider noch dagegen spricht: der Strom, der aus der Haustankstelle kommt, der ist ja auch zum großen Teil nicht ökologisch sinnvoll gewonnen, sondern kommt aus Kernkraft, oder der Verbrennung fossiler Stoffe wie Gas und Öl. Sobald E Autos 500 km am Stück schaffen ( alles eine Frage der Zeit du der Batterieentwicklung ) kaufe ich mir ein E Auto und verkaufe meinen 220 CDI T ( der braucht bei mir oft unter 5 Liter und das obwohl er ein großer und schwerer Wagen ist und auf die letzten 75.000 km habe ich lt. Bordcomputer exakt 6,4 Liter im Schnitt gebraucht und ich lebe in einer Großstadt und fahre über 50 % im Stadtverkehr.

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