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12.09.2016

14:38 Uhr

Alstom

Hollande setzt Siemens-Rivalen unter Druck

Eigentlich wollte Alstom die Zugproduktion in Belfort einstellen. Doch nun fordert Frankreichs Präsident François Hollande den Siemens-Rivalen auf, an diesem Standort weitere Züge zu produzieren. Nur Wahlkampf-Taktik?

Wenn es nach Frankreichs Präsident François Hollande geht, wird der Siemens-Rivale auch zukünftig Züge in Belfort produzieren. AP

Alstom

Wenn es nach Frankreichs Präsident François Hollande geht, wird der Siemens-Rivale auch zukünftig Züge in Belfort produzieren.

ParisFrankreichs Präsident François Hollande setzt den Siemens-Rivalen Alstom unter Druck, weiter Züge im ostfranzösischen Belfort zu bauen. Das berichtete Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin nach einem Krisentreffen in Paris.

Das Unternehmen hatte angekündigt, wegen zurückgehender Bestellungen die Zugproduktion am historischen Standort Belfort 2018 einzustellen. Den mehr als 400 betroffenen Mitarbeitern sollen andere Stellen in Frankreich angeboten werden.

Der französische Staat ist Minderheitsaktionär bei Alstom. Zudem ist in sieben Monaten die Präsidentschaftswahl geplant – das erklärt laut französischen Medien die hohe Aufmerksamkeit von Spitzenpolitikern für diesen Fall.

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Nur wenige Stunden nachdem er das Angebot für Alstom aufgebessert hat, soll Siemens-Chef Kaeser ein weiteres Mal mit Präsident Hollande zusammentreffen. Rivale GE reagiert kurz und bündig auf die verbesserte Offerte.

„Der Präsident der Republik hat uns ein Ziel vorgegeben – dafür zu sorgen, dass die Bahnaktivitäten von Alstom in Belfort erhalten werden können“, sagte Ressortchef Sapin. Daran werde nun gearbeitet. Laut der Nachrichtenagentur AFP besitzt der Staat 20 Prozent der Stimmrechte im Verwaltungsrat des Unternehmens.

Von

dpa

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