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05.08.2011

15:33 Uhr

Alternative Energie

Milliarden fließen in Nordsee-Windparks

Der US-Finanzinvestor Blackstone pumpt Milliarden in Offshore-Windparks in der Nordsee. In Helgoland sind auch die Energiekonzerne RWE und Eon sowie Siemens mit an Bord.

Die Energiekonzerne wollen mehr Windkraft der Nordsee nutzen und auf Helgoland eine Betriebsstation bauen. Quelle: dpa

Die Energiekonzerne wollen mehr Windkraft der Nordsee nutzen und auf Helgoland eine Betriebsstation bauen.

DüsseldorfZwei Windparks in der Nordsee vor Helgoland und Sylt sollen nach Plänen des US-Finanzinvestors Blackstone künftig rund eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Die Finanzierung im Volumen von 1,2 Milliarden Euro für die Windfarm „Meerwind“ 20 Kilometer vor Helgoland stehe, sagte Blackstone-Manager Sean Klimczak am Freitag in Berlin. Der Bau der 80 Siemens-Turbinen mit einer Leistung von 288 Megawatt solle demnächst beginnen.

Ab 2013 soll die Windfarm Strom liefern. Blackstone habe außerdem bereits die Genehmigung zum Bau eines zweiten Windparks mit 64 Turbinen und einem Investitionsvolumen von 1,3 Milliarden Euro 100 Kilometer vor Sylt erworben. Die Windfarm „Nördlicher Grund“ solle ab 2013 gebaut werden und ab 2016 Strom liefern.

Auch die Energiekonzerne RWE und Eon wollen den Bau von Windkraftanlagen in der Nordsee mit einer Basis auf Helgoland vorantreiben. Sie wollen von dort aus drei Offshore-Windparks warten und betreiben, die 25 bis 35 Kilometer vor der Insel geplant sind. RWE plant die Anlage „Nordsee Ost“, Eon treibt das Projekt „Amrumbank West“ voran und Blackstone die Anlage „Meerwind“. Die Anlagen haben eine Leistung von je rund 300 Megawatt, so dass sie zusammen auf die Kapazität eines Atomkraftwerks kommen.

Klimczak begründete die Milliarden-Investition mit der Investitionssicherheit durch die festen Einspeisevergütungen in Deutschland. „Ohne diese Förderung würden wir das Projekt nicht verfolgen.“ Allerdings würden Offshore-Windparks auch Risiken bergen - etwa die Windstärke, Widrigkeiten beim Bau oder mit dem Material. Blackstone werde das Projekt so schnell nicht weiter verkaufen: „Dies ist eine langfristige Verpflichtung für uns“, sagte Klimczak. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob Blackstone einen dritten Offshore-Park plant. Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, seien etwa 80 weitere Projekte dieser Größenordnung nötig.

Kommentare (1)

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Mike

05.08.2011, 19:44 Uhr

Die Geschäfte der Amerikaner sind deshalb möglich, weil deutsche (zuverlässige) Kernkraftwerke abgeschaltet werden.
Und wenn der Wind zu schwach oder zu stark ist, laufen die Mühlen eben nicht, für diesen Fall müssen andere Kraftwerksleistungen (Kohle, Gas) vorgehalten werden bzw. wir kaufen den in Kernkraftwerken erzeugen Strom aus z.B. Frankreich. Wir Bürger bezahlen dafür, meine Eigentumswohung hat heute einen geringeren Wert als vor 12 Jahren. Wenn ich aber heute verkaufe und mir irgendetwas anderes kaufen will bekomme ich nur noch knapp die Hälfte. Das hängt im wesentlichen an der Energiepolitik. Energie steckt überall drin (außer in meiner Eigentumswohung, die gibt es ja schon) und deshalb wird alles teurer nur eben meine Eigentumswohung nicht. Auf diese Weise ist wahrscheinlich ein großer Teil der Bürger Deutschlands um die Hälfte ihres Vermögens gebracht worden ohne es zu merken. Ein teuflischer Plan einiger Strategen, realisiert durch unsere Politik (erst grün, dann rot, dann schwarz). Herzlichen Dank an Frau Merkel, Sie haben mit Abschalten der Kernkraftwerke dem Plan die Krone aufgesetzt.

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