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12.10.2012

15:35 Uhr

Altöl-Aufbereiter

BMW-Erbin Klatten steigt bei Avista ein

Susanne Klatten hat sich beim Altöl-Aufbereiter Avista eingekauft. Für einen höheren zweistelligen Millionenbetrag sicherte sich die BMW-Erbin über ihre Beteiligungsfirma knapp ein Drittel der Aktien.

BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hat sich 30 Prozent der Aktien des Altöl-Aufbereiters Avista gesichert. ap

BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hat sich 30 Prozent der Aktien des Altöl-Aufbereiters Avista gesichert.

FrankfurtDie Milliardenerbin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten ist über ihre Beteiligungsfirma Skion in großem Stil beim Altöl-Aufbereiter Avista Oil eingestiegen. Skion habe sich mit rund 30 Prozent an Avista Oil beteiligt, teilte die in Uetze ansässige Ölfirma am Freitag mit. Damit sei Skion mit einem Schlag zweitgrößter Aktionär bei Avista Oil geworden, sagte ein Sprecher der Klatten-Gesellschaft.

Der Kaufpreis für das Anteilspaket liege im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Avista Oil will das frische Kapital für den Neu- und Ausbau seiner Raffinerie-Kapazitäten in Europa und in den USA sowie für Übernahmen einsetzen.

Die 1951 gegründete Avista Oil peilt für das laufende Jahr mit rund 550 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro an. Avista Oil besitzt vier Produktionsstandorte sowie weitere Logistikstandorte und hat derzeit etwa 70.000 Kunden.

Zum Beteiligungsbestand von Susanne Klatten gehört noch die Spezialchemiefirma Altana. Skion hält an Altana 100 Prozent. Zudem ist Klatten mit knapp 28 Prozent Ankeraktionärin beim Grafitspezialisten SGL Carbon. Darüber hinaus hält Klatten Beteiligungen an der Windanlagen-Firma Nordex, am Spezialisten für digitale Sicherheit Gemalto sowie an der Gas- und Abwasser-Reinigungsfirma Paques.

Von

rtr

Kommentare (7)

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whisky

12.10.2012, 16:16 Uhr

Durch Erbschaft kann man halt zu was kommen. Und wenn man bedenkt, daß dass Vermögen der Quandts zum größten Teil auf Zwangsenteignungen während der Nazi-Zeit beruht, freut man sich doch um so mehr für Frau Klatten. Während der o. g. Zeit mußten in den Quandtschen Fabriken jede Menge Zwangsarbeiter schuften, von denen viele aufgrund schlechter Behandlung gestorben sind.

Account gelöscht!

12.10.2012, 18:10 Uhr

Das stimmt so nicht ganz. Allein über die vom Staat erhaltenen Milliarden, die BMW direkt oder indirekt (Kurzarbeit) in Form von Subventionen bekommen hat, hat jedes Familienmitglied der Quandts mindestens einen 3-stelligen Mio.-Betrag erhalten.
Zumindest den geschenkten Betrag würde manch integre Person Bedürftigen oder für die Umwelt geben. Bei den Reichen ist dies leider nicht der Fall.

Falk

12.10.2012, 19:06 Uhr

Na ja, so ein ganz glückliches Händchen hat auch Frau Klatten nicht bei jedem Einstieg. Bei Nordex hat sie sich eingekauft bei einem Stand von ca.20,- Euro. Die Aktie bewegt sich jetzt um die 3,-Euro.
Wenn man weiß wie groß das Nordex-Aktienpaket der Frau Klatten bei Nordex ist, wird die Freude der Investorin sich in Grenzen halten.

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