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01.03.2012

13:23 Uhr

Alukonzern

Amag wünscht sich breite Aktionärsstruktur

One Equity Partners hat seinen Ausstieg beim österreichischen Aluminiumkonzern Amag angekündigt. Interessent soll Investor Ronny Pecik sein, doch Amag steht dem Verkauf an einen einzigen Eigentümer skeptisch gegenüber.

Hütten-Facharbeiter bedienen an einem Anodenofen des Hamburger Aluminiumwerks die Anlage. dpa

Hütten-Facharbeiter bedienen an einem Anodenofen des Hamburger Aluminiumwerks die Anlage.

WienDer österreichische Aluminiumkonzern Amag sieht dem Ausstieg des Finanzinvestors One Equity Partners mit gemischten Gefühlen entgegen. Mit dem Investor Ronny Pecik, der einem Magazinbericht zufolge bei dem Unternehmen einsteigen will, habe das Management noch keinen Kontakt gehabt, sagte Firmenchef Gerhard Falch am Donnerstag. Statt dem Verkauf an einen einzigen neuen Eigentümer wünsche sich die Firma eine breite Platzierung des zum Verkauf stehenden Anteils von rund 34 Prozent.

„Wir wollen eine nachhaltige, gute Aktionärsstruktur; wenn der Freefloat größer werden würde, wären wir nicht dagegen“, sagte Falch. Derzeit liegt der Streubesitzanteil bei 37,9 Prozent. One Equity Partners will sich von seinem Anteil an Amag trennen und verhandelt bereits mit möglichen Käufern - hat dabei aber nach eigenem Bekunden keine Eile. „Da und dort“ gebe es auch bei der Firma selbst immer wieder Anfragen von Interessenten, sagte Falch. Wann es tatsächlich zu einem Eigentümerwechsel komme, könne er nicht absehen.

Pecik hatte in Österreich zuletzt mit seinem Einstieg bei der Telekom Austria für Aufsehen gesorgt, die von einem Korruptionsskandal erschüttert wird. Die Amag hingegen hat zuletzt positive Schlagzeilen gemacht: Im vergangenen Jahr stieg der Nettogewinn dank der starken Nachfrage nach Aluminium aus der Luftfahrt-, Auto- und Maschinenbauindustrie um 16 Prozent auf 88 Millionen Euro.

Auch für das laufende Jahr gab sich das Management zuversichtlich: Der Aluminiumverbrauch werde 2012 weiter anziehen, was sich bereits im guten Auftragseingang der vergangenen Monate widerspiegle. Eine konkrete Prognose wollte Falch nicht geben. Um die stark steigende Nachfrage nach Spezialprodukten für die Luftfahrt- und Autoindustrie bedienen zu können, steckt Amag 220 Millionen Euro in den Ausbau seines Werks im oberösterreichischen Ranshofen. Mit einem neuen Warmwalzwerk und anderen Investitionen soll die Produktivität ab Ende 2014 sukzessive steigen.

Von

rtr

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