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25.02.2014

10:41 Uhr

Aluminiumproduzent

Norsk Hydro stockt Produktion auf

Investition in Grevenbroich: Der deutsche Standort der norwegischen Alufirma Norsk Hydro wird ausgebaut. Mit diesem Schritt will sich der Konzern auch teilweise neu aufstellen – in Richtung Autobranche.

Offenbar lohnt sich Aluminiumgeschäft: Norsk Hydro expandiert. dpa

Offenbar lohnt sich Aluminiumgeschäft: Norsk Hydro expandiert.

Oslo/KölnDer norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro erweitert für 130 Millionen Euro die Karosserieblech-Produktion in seinem Walzwerk im nordrhein-westfälischen Grevenbroich. Mit einer neuen Produktionsstätte vervierfache sich die jährliche Kapazität für Fahrzeugkarosserieblech aus Aluminium auf 200.000 Tonnen, teilte Norsk Hydro am Dienstag mit.

„Das ist die größte Einzelinvestition am Standort seit den 80er Jahren“, sagte ein Konzernsprecher. Derzeit erweitert der Konzern die Kapazität auf 50.000 Tonnen, mit der neuen Halle kommen dann weitere 150.000 Tonnen hinzu, wie der Sprecher erläuterte. 25 neue Arbeitsplätze würden so entstehen. Insgesamt beschäftigt Hydro in Grevenbroich 2000 Mitarbeiter.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Die Bleche werden etwa für den Bau von Motorhauben, Türen, Heckklappen oder Seitenteilen von Autos verbaut. „Mit dieser umfangreichen Investition richten wir uns bei unserer Unternehmensstrategie klar auf den Zukunftsmarkt Automobil aus“, erklärte der für das Geschäft mit Walzprodukten zuständige Vorstand Oliver Bell.

Der Bau der neuen Produktionslinie solle im zweiten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden, die Investitionskosten würden auf die Jahre 2014 bis 2016 verteilt, teilte der Konzern mit.

Von

rtr

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