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10.01.2005

07:29 Uhr

AMG komplett übernommen

Daimler-Chrysler steigert dank Chrysler den Pkw-Absatz

Daimler-Chrysler, hat dank seiner US-Tochter Chrysler den Pkw-Absatz im Jahr 2004 um 2,1 % auf 3 987 800 Einheiten gesteigert. Dabei habe Chrysler weltweit 3,5 % mehr Pkw verkauft als im Vorjahr, teilte der Automobilkonzern auf der Detroit Auto Show mit. Dagegen gingen die Kunden-Auslieferungen der Mercedes Car Group (MCG) mit den Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach um 0,8 % zurück.

HB DETROIT. Der Konzern begründete dies mit den Modellwechseln bei der C-Klasse sowie beim SLK Roadster und der A-Klasse. Dagegen stieg der Absatz bei der US-Tochter Chrysler mit den Marken Chrysler, Jeep und Dodge auf 2 697 300 (Vorjahr: 2.607.000) Fahrzeuge. "Wir haben mit unserer Produktoffensive das Ziel erreicht, den Absatz der Chrysler-Group zu steigern", sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche. Auch für das laufende Jahr sei man gut aufgestellt, um weltweit weiter zu wachsen. Das stärkste Absatzwachseum im vergangenen Jahr generierte die Marke Chrysler mit einem Plus von 21 % auf 733 869 (606 603) Einheiten. Vor allem die neue Oberklasselimousine 300C habe sich auf Anhieb als Flagschiff etabliert. Seit der Markteinführung seien weltweit 120 857 Limousinen verkauft worden.

Auch die übrigen Modelle von Chrysler hätten steigende Nachfrage verzeichnet. Dagegen ging der Absatz der Marke Jeep aufgrund des Modellwechsels beim Jeep Grand Cherokee um 4 % auf 543 441 Einheiten zurück. Die Verkäufe der Marke Dodge fielen um 1 % auf 1 419 170. Dies sei wesentlich auf Modelle wie den Dodge Neon, Dodge Intrepid und Dodge Dakota zurückzuführen, die sich in einer fortgeschrittenen Phase des Produktlebenszyklus befänden, hieß es weiter.

Daimler-Chrysler übernimmt restliche Anteile an AMG

Daimler-Chrysler teilte unterdessen mit, dass der Konzern die restlichen Anteile an dem Tuningunternehmen AMG übernommen hat. Das Unternehmen halte nun 100 % an AMG, sagte Toni Melfi von DaimerChrysler am Sonntag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht in dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Daimer-Chrysler habe die Option gehabt, die restlichen Anteile von 49% bis 2007 zu erwerben und habe sie nun frühzeitig ausgeübt. Der Spiegel hatte berichtet, Daimler-Chrysler habe für einen dreistelligen Millionenbetrag von AMG-Gründer Hans-Werner Aufrecht die verbliebenen Anteile gekauft.

Die in dem Bericht genannte Kaufsumme nannte der Sprecher "reine Spekulation". Den Kaufpreis wollte er nicht nennen. Zudem bestätigte er, dass Eckard Cordes, verantwortlich für die Mercedes Car Group, ein Sportwagenprojekt gemeinsam mit dem britischen Formel-1-Rennstall McLaren unter dem Namen "P8" nicht weiter verfolgen wolle. Dieses Projekt habe wirtschaflich keinen Sinn gemacht, sagte Melfi.

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