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23.07.2015

11:09 Uhr

Analyse zu Zetsches Ergebnissen

Das Phänomen Daimler

VonMarkus Fasse

Daimler verkauft so viele Autos wie noch nie. Dieter Zetsche hat den Konzern zurück in die Spitze geführt, weil er die Kosten im Griff hat. Gute Modelle sind der Schlüssel, Daimler könnte zum Treiber der Branche werden.

Starke Quartalszahlen

Zetsche: “Daimler schießt aus allen Rohren“

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Das sind starke Zahlen, die Daimler am Mittwochmorgen vorgelegt hat: Noch nie hat der Konzern so viele Autos und Lastwagen verkauft wie im ersten Halbjahr. Und anders als in den vergangenen Boomphasen steigt die Rendite noch schneller als der Umsatz.

Das zeigt: Die Stuttgarter haben nicht nur gute Modelle im Angebot. Sie haben auch die Kosten im Griff. Erstmals liegt die Rendite im Autogeschäft wieder über zehn Prozent, das ist ein Meilenstein.

Markus Fasse ist Redakteur im Ressort Unternehmen & Märkte privat

Der Autor

Markus Fasse ist Redakteur im Ressort Unternehmen & Märkte

Natürlich helfen Mercedes auch günstige Umstände. Der Ölpreis ist niedrig, die Konjunktur brummt in den USA und sogar wieder in Europa. Die S-Klasse, das Flaggschiff der Marke, ist neu eingeführt und sorgt für satte Gewinne.

Zudem hat Mercedes 2015 zum Jahr des Geländewagen erklärt und präsentiert vier neue Modelle. Das ist gut für die Rendite, Offroader bringen mehr als vergleichbare Limousinen. Ob Mercedes damit die Klimaziele in der Europäischen Union erreichen kann, muss sich noch zeigen.

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Auf dem wichtigsten Markt China liegt Daimler hinter den Konkurrenten Audi und BMW. Dieter Zetsche will einen Gang hochschalten – und setzt auf Geländewagen. In Schanghai präsentiert der Autokonzern das neue GLC Coupé.

Das gute Ergebnis ist eine Genugtuung für die Dieter Zetsche. Der Daimler-Chef hat lange darum gekämpft, das Unternehmen wieder auf Augenhöhe mit Audi und BMW zu bringen. Dabei helfen Produktentscheidungen, die in den Jahren der Krise entschlossener ausfielen als bei der Konkurrenz.

Ein Beispiel ist die neue A-Klasse, die im Kompaktsegment die Rivalen alt aussehen lässt. Und anders als BMW und Audi scheinen die Schwaben in China nicht zu straucheln. Dort verkauft Mercedes zwar insgesamt noch weniger, hat dafür aber die frischeren Modelle.

Zetsche hat versprochen, nachhaltig gute Ergebnisse zu liefern. Mercedes muss wie der Rest der Branche in den kommenden Jahren noch sehr viel Geld in alternative Antriebe und die Vernetzung seiner Produkte stecken. Angesichts des radikalen Wandels der Branche wird das ein Kraftakt. Anders als vor einigen Jahren hat man jetzt aber das Gefühl, dass Daimler ein Treiber der Entwicklung sein kann.

Kommentare (4)

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23.07.2015, 11:28 Uhr

Ich bin nach wie vor kein Freund vom Stern. Aber die Synergien mit Aston Martin bei AMG in der Motorenentwicklung bringen vielleicht auch in Sindelfingen mal einen schönen brachialen V12-Sound für ein Supersportler hin.

Herr Frank Havighorst

23.07.2015, 12:07 Uhr

Leider geht die kurzfristige Kostenfokussierung zu Lasten der Qualität der Fahrzeuge von Mercedes-Benz, da sollte Herr Dr. Zetsche mal nicht dem Opel-Vorbild folgen, um kurzfristig Erfolge zu generieren.

Herr walter hintermeier

23.07.2015, 14:32 Uhr

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