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18.09.2015

14:23 Uhr

Analysten-Veröffentlichung

VW soll hohe Rückstellungen in Brasilien planen

Es läuft schlecht für Autobauer in Brasilien – so auch für den deutschen Automobilriesen VW. Jetzt stellen die Wolfsburger in dem südamerikanischen Land offenbar eine dreistellige Millionensumme zurück.

Auszubildende arbeiten in Anchieta nahe Sao Paulo, Brasilien im Werk Volkswagen do Brasil an einem VW Golf. Für VW läuft es nicht gut in dem südamerikanischen Land. dpa

Volkswagen plant Millionenrückstellungen in Brasilien

Auszubildende arbeiten in Anchieta nahe Sao Paulo, Brasilien im Werk Volkswagen do Brasil an einem VW Golf. Für VW läuft es nicht gut in dem südamerikanischen Land.

HamburgVolkswagen muss Analysten zufolge wegen der Absatzkrise in Brasilien eine größere Summe zur Seite legen. Der Konzern plane im vierten Quartal die Rückstellung eines dreistelligen Millionenbetrags in Euro für Restrukturierungen in dem südamerikanischen Land, zitierte die Deutsche Bank aus einer Präsentation von VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch anlässlich einer Konferenz des Geldhauses in Frankfurt. Der Absatz ist wegen der Wirtschaftskrise in Brasilien seit längerem auf Talfahrt. Davon sind auch andere Hersteller betroffen.

VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler hatte bereits bei der Präsentation der Quartalszahlen Ende Juli gesagt, es zeichne sich keine Verbesserung in Brasilien ab. Im Frühjahr hatte VW die Produktion in seinem Werk in Taubate rund 150 Kilometer nordöstlich von Sao Paulo heruntergeschraubt. Dort werden der Verkaufsschlager VW Gol, die Stufenheckvariante Voyage und der VW Up gebaut.

Volkswagen in Zahlen

Umsatz

108,8 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2015 (+10,1 Prozent)

Auslieferungen an Kunden

5,039 Millionen Fahrzeuge (-0,5 Prozent)

Gewinn nach Steuern

5,663 Milliarden Euro (-0,9 Prozent)

Mitarbeiter

597.800 am 30. Juni 2015 (+0,9 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2014)

Mitarbeiter im Inland

273.900 (+1,0 Prozent)

Werke

118 (Vorjahr: 106)

Im Januar hatte VW bereits versucht, in einer anderen brasilianischen Fertigungsstätte bei Sao Paulo Arbeitsplätze abzubauen. Nach einem zehntägigen Streik der Beschäftigten nahm das Unternehmen die Entlassung von 800 Arbeitern aber zurück.

Von

rtr

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