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27.01.2005

06:06 Uhr

Analysten zeigen sich skeptisch

BMW profitiert von Modelloffensive

Der Autobauer BMW wird im laufenden Jahr den Fahrzeugverkauf auf Rekordniveau steigern. Das bekräftigte BMW-Chef Helmut Panke in München.

HB FRANKFURT. Bereits im Jahr 2004 hat BMW deutlich zugelegt: Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg um 9,3 Prozent auf 1,21 Millionen, der Jahresumsatz lag um knapp sieben Prozent höher bei 44,3 Mrd. Euro. Den Gewinn für 2004 wird Panke zwar erst im März nennen, doch kündigte er schon jetzt einen neuen Höchstwert an: „Wir haben unsere Jahresziele voll erreicht“, sagte er.

Mit einer Prognose für den Gewinn 2005 hielt sich Panke jedoch zurück. Analysten gehen davon aus, dass BMW der schwachen Dollarabsicherung Tribut zollen muss und sich die Ertragssteigerung des vorigen Jahres nicht mehr realisieren lässt. Einige der Experten rechnen bei Durchschnittskursen von jenseits der 1,30 Euro sogar mit einem realen Gewinnrückgang.

Die Bayern hatten für 2005 eigentlich mit einer Erholung an der Währungsfront gerechnet und daher zu spät und zu teuer auf die Dollarschwäche reagiert. Mittlerweile hat BMW-Finanzchef Stefan Krause den Absicherungsgrad wenigstens wieder auf mehr als 50 Prozent erhöht. Doch bleibt die US-Währung so schwach wie aktuell, könnte das das Ergebnis der Bayern nach Analystenberechnungen eine deutliche dreistellige Millionensumme beim Ergebnis kosten. Denn die Vereinigten Staaten sind mit 296 000 verkauften Fahrzeugen der größte Einzelmarkt von BMW – noch vor Deutschland.

Bis vor kurzem galt die BMW-Aktie als Favorit innerhalb der Branche. Nun mehren sich die Stimmen der Skeptiker. So stuften in dieser Woche sowohl die Landesbank Baden-Württemberg als auch ihre Kollegen aus Rheinland Pfalz das Papier von „Kaufen“ auf „Halten“ beziehungsweise von „Market- auf Underperformer“ herab. Zuletzt hatte auch Hypovereinsbank-Analyst Georg Stürzer mit dem Verweis auf sinkende Margen seine Kaufempfehlung zurückgezogen.

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