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22.01.2008

11:03 Uhr

Angebot für Ventana deutlich erhöht

Milliardenübernahme durch Roche

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat sein Übernahmeangebot für die amerikanische Ventana auf 89,50 Dollar je Aktie oder 3,4 Mrd. Dollar erhöht und sich damit die Unterstützung des Verwaltungsrats der Diagnostikfirma gesichert. Der Preis stößt auf Kritik.

HB ZÜRICH. Der Übernahme der Firma aus Tucson/Arizona, mit dem Roche das Krebsmedikamente-Geschäft um eine Diagnosekomponente verstärken will, dürfte nun kaum mehr etwas im Wege stehen.

Ende Juni 2007 hatte Roche 75 Dollar je Ventana -Aktie geboten und danach eine Erhöhung der Offerte wiederholt abgelehnt. Die Angebotsfrist hatte der Schweizer Konzern aber immer wieder verlängert, insgesamt fünf Mal. Ventana hatte das Angebot aus Preisgründen wiederholt zurückgewiesen.

Nach Ansicht von Händlern dürfte nicht allein der höhere Preis sondern auch der Einbruch an den Börsen den Sinneswandel bei der Ventana -Spitze bewirkt haben. DZ Bank-Analyst Peter Spengler bezeichnete den Zukauf aber als zu teuer.

Die amerikanische Firma ist für Roche von Interesse, weil sie Diagnosesysteme herstellt, die eine gezieltere Anwendung von Krebsmedikamenten wie dem Roche -Mittel Herceptin erlauben. Mit den von Ventana entwickelten Diagnosemethoden soll es möglich sein, eine Krebsbehandlung von Anfang an individuell auf einzelne Patienten abzustimmen.

Die Übernahme werde nur minimale Auswirkungen auf die Margen und den Gewinn je Aktie von Roche haben, sagte Roche-Diagnostik -Chef Severin Schwan. Roche werde nach weiteren Zukäufen in der Diagnostik Ausschau halten. Die Diagnostik-Sparte trug 2006 gut 20 Prozent zum Konzernumsatz von 42 Mrd. Franken (25,4 Mrd. Euro) bei. Ventana setzte 2006 mit rund 950 Mitarbeitenden 238,2 Mill. Dollar um.

Der Roche -Genussschein verlor im schwachen Frühgeschäft der Schweizer Börse gut drei Prozent.

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