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29.11.2016

14:17 Uhr

Angriff der Investoren

Medizin-Start-up Theranos wegen Betrugs verklagt

VonAxel Postinett

Rupert Murdoch, Larry Ellison – große Namen haben mit dem gescheiterten Start-up Theranos offenbar viel Geld verloren. Am Montag gab es neue Klagen vor Gericht. Jetzt lautet der Vorwurf: Betrug.

Investoren sollen insgesamt 725 Millionen Dollar in ihr Unternehmen Theranos eingezahlt haben. Nun droht eine Klagewelle wegen Betrugs. Reuters

Elisabeth Holmes

Investoren sollen insgesamt 725 Millionen Dollar in ihr Unternehmen Theranos eingezahlt haben. Nun droht eine Klagewelle wegen Betrugs.

Los AngelesAm Bundesgericht in San Francisco ist nach Informationen des Wall Street Journals (WSJ) am Montag eine neue Klage gegen das gescheiterte Medizin-Start-up Theranos und seine Gründerin Elizabeth Holmes eingegangen. Diesmal lautet der Vorwurf auf Betrug. Der frühere Investmentbanker Robert Coleman, Mitgründer von Robertson Stephens & Co., wirft der Firma und der Gründerin vor, „falsche und irreführende Angaben“ über ihre Technologie gemacht zu haben. Anfragen bei Theranos nach einem Kommentar blieben unbeantwortet, so das WSJ.

Der Angriff der Investoren bringt eine völlig neue Qualität in den Kampf um das Unternehmen, das nach eigenen Angaben den Labormarkt für Bluttests revolutionieren wollte. Doch nach einem Bericht des Wall Street Journals wurden die Probleme der angeblichen Wundertechnologie immer deutlicher sichtbar. Am Ende musste Theranos Testergebnisse seiner Labore öffentlich zurückziehen. Die Drogeriekette Walgreens kündigte die Zusammenarbeit und verklagte das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto.

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Ein Investor hat Klage gegen Elizabeth Holmes, Gründerin des einst mit Milliarden Dollar bewerteten Blutanalyse-Start-ups Theranos, eingereicht. Der Fall zeigt die tiefe Unaufrichtigkeit im Silicon Valley.

Der gesamte Bereich wurde letztlich eingestellt, vierzig Prozent der Mitarbeiter mussten gehen. Holmes selber bekam von der Aufsichtsbehörde zur Auflage, zwei Jahre lang kein Blutlabor zu leiten oder in diesem Bereich zu arbeiten. Das Start Up, auf seinem Höhepunkt mit fast zehn Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) bewertet, kämpft um seine Zukunft. Es will als Technologie-Unternehmen wiederauferstehen.

Während das Scheitern von Unternehmen an sich nichts Ungewöhnliches im Silicon Valley ist, wollen die Kläger nun den Beweis dafür antreten, dass sie nicht einfach hoch gewettet und verloren haben, sondern wissentlich hinters Licht geführt und über die wahren Probleme im Unklaren gelassen wurden. Coleman hat erst 2013 zu einem bereits hohen Preis Aktien gezeichnet.

Seit der Gründung von Theranos im Jahr 2004 sollen Investoren insgesamt rund 725 Millionen Dollar eingezahlt haben. Doch während zu Beginn Venture Capital-Firmen die Aktien noch zu 15 US-Cents das Stück kaufen konnten, zahlten spätere Investoren 17 Dollar pro Aktie oder mehr. Dabei, so das WSJ, lag der Fokus zum Ende hin bei der Akquisition von wohlhabenden Einzelinvestoren oder Familien.

Kommentare (1)

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29.11.2016, 17:12 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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