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21.08.2014

12:52 Uhr

Angst vor Geldstrafen

Toyota senkt die Preise für Chinas Kartellwächter

Chinas Behörden werfen ausländischen Autobauern die Ausnutzung ihrer Marktmacht vor. Toyota möchte Geldstrafen entgehen und senkt dafür seine Preise. Auch deutsche Autohersteller sind im Visier der Kartellwächter.

Ein Toyota Yaris bekommt die letzte Politur. Chinas Behörden werfen ausländischen Autobauern vor zu viel für Ersatzteile zu verlangen. Reuters

Ein Toyota Yaris bekommt die letzte Politur. Chinas Behörden werfen ausländischen Autobauern vor zu viel für Ersatzteile zu verlangen.

ShanghaiNach den deutschen Herstellern Audi, Mercedes und BMW reagiert nun auch Toyota auf den Druck der chinesischen Kartellwächter und senkt seine Preise für Auto-Ersatzteile. Die Reduktion um durchschnittlich 26 Prozent beziehe sich auf rund 15.000 Teile des Luxusmodells Lexus in China, teilte Toyota am Donnerstag mit. Damit wolle das Unternehmen Bedenken der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) ausräumen. Die neuen Preise gelten ab 1. September.

Die Behörde hatte ausländischen Fahrzeugbauern vorgeworfen, zu hohe Preise für Ersatzteile, Wartungsdienste und zum Teil auch für die Autos selbst zu verlangen. Ob die Preissenkungen der Hersteller reichen, um Geldstrafen zu vermeiden, ist offen. Bei Daimler erschienen kürzlich die Kartellwächter zur Razzia in der Mercedes-Benz-Vertretung in Shanghai.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

China geht auf Grundlage eines Gesetzes von 2008 nicht nur gegen Autoproduzenten, sondern auch gegen Unternehmen aus anderen Industriezweigen schärfer vor. Der Vorwurf lautet oft, eine marktbeherrschende Stellung werde missbraucht. Insgesamt 80 Branchen sollen auf monopolistische Praktiken hin durchleuchtet werden.

Von

rtr

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