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11.08.2014

11:10 Uhr

Anlagenbauer

Dürr gibt Flugzeug-Montagetechnik ab

Dürr setzt auf Zusammenarbeit: Der Autozulieferer gibt sein Geschäft mit Flugzeug-Montagetechnik an Broetje-Automation ab – mit einem bestimmten Ziel. Die beiden Firmen sollen demnach rund 150 Millionen Euro verdienen.

Der Autozulieferer Dürr will mit Broetje-Automation der weltweit größte Anbieter von Flugzeug-Montagetechnik werden. dpa

Der Autozulieferer Dürr will mit Broetje-Automation der weltweit größte Anbieter von Flugzeug-Montagetechnik werden.

Bietigheim-Bissingen/WiefelstedeDer Anlagenbauer und Autozulieferer Dürr will sein Geschäft mit Flugzeug-Montagetechnik an Broetje-Automation abgeben. Dürr werde im Gegenzug elf Prozent an der Gruppe mit Sitz im niedersächsischen Wiefelstede erhalten, wie das Unternehmen am Montag in Bietigheim-Bissingen mitteilte.

Der Markt sei bislang durch kleinere Anbieter geprägt, die einzelne Schritte im Produktionsprozess abdecken. Zusammen dürften die beiden Firmen den Angaben zufolge auf rund 150 Millionen Euro Umsatz kommen und der weltweit größte Anbieter von Flugzeug-Montagetechnik werden.

Sie ergänzen sich vor allem technologisch: Broetje-Automation ist spezialisiert auf Bohr- und Niettechnik, Dürr stellt Fördertechnik sowie Systeme zur Positionierung und Vermessung von Bauteilen her. Die zuständigen Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Broetje machte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit 500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Dürr erzielte in dem Bereich 2013 Erlöse von rund 35 Millionen Euro mit 120 Mitarbeitern an den Standorten Bietigheim und Wyhlen. Beide Standorte sollen erhalten bleiben. Insgesamt kam der auf Lackieranlagen spezialisierte Zulieferer auf 2,4 Milliarden Euro Umsatz.

Von

dpa

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