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06.11.2013

11:11 Uhr

Anlagenbauer

Dürrs Service-Geschäft läuft auf Hochtouren

Der Anlagenbauer Dürr modernisiert derzeit viele alte Produktionsanlagen von Autobauern. Der Gewinn stieg deutlich an. Vorstandschef Ralf Dieter sieht die Firma daher auf einem guten Weg, die Jahresziele zu erreichen.

Maschinenbauer Dürr will seinen Umsatz bis Jahresende um bis zu neun Prozent steigern. dpa

Maschinenbauer Dürr will seinen Umsatz bis Jahresende um bis zu neun Prozent steigern.

StuttgartDer Maschinen- und Anlagenbauer Dürr profitiert von veralteten Produktionsanlagen in der Autoindustrie. Von Januar bis Ende September dieses Jahres stieg der operative Gewinn (Ebit) um 13 Prozent auf 134,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Dürr AG am Mittwoch in Bietigheim-Bissingen mitteilte. Der Umsatz blieb mit 1,7 Milliarden Euro nahezu unverändert.

Ein besonderer Schub sei aus dem Service-Geschäft gekommen, erklärte Dürr-Chef Ralf Dieter. „Bei Umbauten und Modernisierungen erwarten wir ein nachhaltiges Marktwachstum, da viele Automobil-Produktionsanlagen in die Jahre gekommen sind.“ Insgesamt lag der Auftragseingang in den ersten neun Monaten mit 1,8 Milliarden Euro 8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zudem sieht sich der Maschinen- und Anlagenbauer auf gutem Weg, den angepeilten Umsatzrekord in diesem Jahr zu erreichen. Die Projektanfragen aus der Automobilindustrie, dem Hauptkunden des Lieferanten von Lackier- und Montageanlagen aus Bietigheim-Bissingen, lägen auf gutem Niveau, sagte Vorstandschef Ralf Dieter. Die Jahresziele seien zu erreichen.

Für 2013 hat sich das vom ehemaligen Deutsche-Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Unternehmen vorgenommen, den Umsatz um bis zu neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu steigern. Von Juli bis September lag der Umsatz mit 614 Millionen Euro leicht unter der Prognose von Analysten, die im Mittel mit 618 Millionen Euro gerechnet hatten. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich wie erwartet um elf Prozent auf knapp 52 Millionen Euro.

Der hohe Auftragsbestand von derzeit 2,25 Milliarden Euro sichere die Beschäftigung der gut 8100 Mitarbeiter bis weit ins nächste Jahr, erklärte Dürr. Bis Ende des Jahres will der Vorstand Aufträge von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro in den Büchern haben, etwas weniger als im Vorjahr. Auch bei der Rentabilität schafft der Autozulieferer wohl sein selbst gestecktes Ziel: Die Ebit-Marge soll 7,5 bis 8,0 Prozent erreichen. Da der Gewinn schon nach neun Monaten 7,7 Prozent vom Umsatz ausmachte, wird dem Unternehmen zufolge das obere Ende der Spanne erreicht.

Gut die Hälfte seiner Aufträge sammelt Dürr in den aufstrebenden Schwellenländern ein. Während andere Unternehmen in Brasilien mit dem flauen Investitionsklima zu kämpfen haben, berichten die Schwaben dagegen über eine starke Marktentwicklung in dem südamerikanischen Land.

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