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04.02.2015

11:25 Uhr

Anlagenbauer Gea

Dividenden um zehn Cent angehoben

Auch Anlagenbauer Gea bekommt infolge der Russlandkrise in seinem Auftragseingang zu spüren: Dieser schrumpfte im vergangenen Jahr leicht, seine Wachstumsziele konnte der Konzern dennoch erreichen und Aktionäre belohnen.

„Die Russlandkrise spüren wir mittlerweile wie andere auch in unserem Auftragseingang“, erklärt der Konzernchef. dpa

„Die Russlandkrise spüren wir mittlerweile wie andere auch in unserem Auftragseingang“, erklärt der Konzernchef.

DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea stellt sich trotz eines kräftigen Gewinnanstiegs im vergangenen Jahr auf schwierige Zeiten ein. "Die Russlandkrise spüren wir mittlerweile wie andere auch in unserem Auftragseingang", sagte Konzernchef Jürg Oleas am Mittwoch. Zudem könnte die Finanzmisere in Griechenland neu aufflammen und die Investitionslaune eintrüben.

Für das laufende Jahr schließt Oleas deshalb Gewinneinbußen nicht aus. Bestenfalls sei mit einem Ergebnisanstieg um knapp fünf Prozent zu rechnen. Seine Einkaufstour will Oleas fortsetzen und dem auf die Nahrungsmittelindustrie spezialisierten Anlagenbauer so zu weiterem Wachstum verhelfen.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Auftragseingang schrumpfte 2014 leicht um 2,3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Bei einem Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro stieg der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im vergangenen Jahr um 11,4 Prozent auf 590,7 Millionen Euro.

Dazu trugen auch Kostensenkungen bei. Gea schnitt damit besser ab als von Analysten erwartet. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen mit einer um zehn Cent auf 70 Cent angehobenen Dividende beteiligt werden. Einmaleffekte von 51 Millionen Euro, etwa für den Konzernumbau, schmälerten indes den Überschuss, der nach ersten Berechnungen auf 305 (Vorjahr: 336) Millionen Euro zurückging.

Für das laufende Jahr geht der Vorstand von einem "moderaten Umsatzwachstum" aus. Dabei ist sowohl ein Ergebnisrückgang als auch ein Anstieg möglich: Gea rechnet mit einem operativen Ebitda in der Spanne zwischen 580 und 620 Millionen Euro. In dieser Prognose seien aber erste Einsparungen aus der Konzernreorganisation noch nicht berücksichtigt. Gea werde deshalb seinen Ausblick im Mai "präzisieren".

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