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16.04.2015

12:47 Uhr

Anlagenbauer

Gea streicht mehr Stellen als geplant

Ursprünglich sollten 1000 Gea-Mitarbeiter gehen. Nun werden doch 1450 Stellen gestrichen. Damit will der Konzern über 100 Millionen Euro im Jahr einsparen. Bis Ende 2016 soll der Stellenabbau abgeschlossen werden.

Gea-Mitarbeiter müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. dpa - picture-alliance

Stellenstreichung bei Gea:

Gea-Mitarbeiter müssen um ihren Arbeitsplatz bangen.

DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea verschärft den Sparkurs und streicht 1450 Jobs. Die Kürzungen seien nötig, um eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens zu sichern, sagte Gea-Chef Jürg Oleas am Donnerstag auf der Hauptversammlung. Ursprünglich sollten rund 1000 Stellen wegfallen. Aktuell beschäftigt der Anlagenbauer rund 18 000 Mitarbeiter.

Die bis Ende 2017 geplante Einsparungen von jährlich mindestens 100 Millionen Euro sollen auf mindestens 125 Millionen Euro steigen, sagte Oleas. Doch zunächst fallen Kosten für den Arbeitsplatzabbau an, die nun ebenfalls steigen. Ursprünglich hatte Oleas Kosten von rund 100 Millionen Euro für den Konzernumbau vorgesehen, der bis Ende 2016 über die Bühne gehen soll. Mit dem Umbau will Oleas die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf 13 bis 16 Prozent erhöhen. 2014 lag sie unter zehn Prozent.

Der Anlagenbauer, der mit seiner Konzentration auf die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie von Konjunkturschwankungen weitgehend unabhängig ist, startete mit Zuwächsen in das Jahr. Der Umsatz legte im ersten Quartal nach ersten Berechnungen um mehr als fünf Prozent auf rund eine Milliarde Euro zu. Als einen Grund nannte Oleas positive Währungseffekte. Der schwache Euro, der im ersten Quartal auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren fiel, hilft vielen deutschen Exportunternehmen, weil ihre Produkte im Ausland billiger werden. Der Auftragseingang legte dank der Nachfrage aus der Nahrungsmittelindustrie um 8,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu.

Der verschärfte Sparkurs und die Zuwächse in den ersten drei Monaten trieben die Gea-Aktien am Donnerstag auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Papiere kletterten um bis zu 1,7 Prozent auf 47,39 Euro.

Von

rtr

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