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21.04.2011

13:20 Uhr

Anlagenbauer

Geas Anlagen sind gefragt

Der Bochumer Anlagenbauer Gea hat auf der Hauptversammlung gute Neuigkeiten für seine Aktionäre: Er hat einen kräftigen Schwung bei den Auftragseingängen verzeichnet.

Gea-Zentrale in Bochum. Quelle: obs

Gea-Zentrale in Bochum.

Bochum

Die Bestellungen seien im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 23 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Jürg Oleas am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Bochum. "Wir gehen davon aus, dass sich Auftragseingang und Umsatz in 2011 um mindestens fünf Prozent erhöhen werden", bekräftigte er die Prognose. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) solle auf neun Prozent klettern.

Am Markt kam das Auftragsplus gut an: Die Gea-Aktie gewann bis zum Mittag 1,2 Prozent hinzu. Der auf Anlagen für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Energieindustrie spezialisierte Maschinenbauer will am 6. Mai seine Zahlen für das erste Quartal vorlegen.

"Das organische Wachstum unseres Geschäftsvolumens in 2011 soll von allen Segmenten getragen werden", erläuterte Oleas. Er gehe davon aus, dass der Anteil des Geschäfts in Westeuropa weiter zurückgehe, während das Asiengeschäft an Bedeutung zunehmen werde. Auch in Osteuropa, dem Nahen Osten und in Lateinamerika wolle der Konzern zulegen. Gea will sein Wachstum auch mit Zukäufen vorantreiben und greift dabei auch erstmals nach Firmen in Fernost. Bislang war das Unternehmen vor allem in Westeuropa und Nordamerika auf Einkaufstour gegangen.

Ab dem zweiten Quartal will der Konkurrent des schwedischen Anbieters Alfa Laval die jüngst erworbenen Firmen Convenience Food Systems (CFS) und Bock Kältemaschinen in die Bilanz aufnehmen. Diese erzielten zuletzt zusammen etwa 500 Millionen Euro Umsatz. CFS soll bei Gea ein neues Segment mit Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Fertigprodukten führen. In diesem Geschäft verbuchte der Konzern im ersten Quartal Aufträge von rund 125 Millionen Euro, die in den Orders von 1,2 Milliarden nicht enthalten sind.

Im vergangenen Jahr hatten Gea der Preisdruck und Restrukturierungskosten von 119 Millionen Euro zu schaffen gemacht. Bei einem stagnierenden Umsatz von 4,4 Milliarden Euro sank das Ergebnis 2010 auf 134 Millionen Euro von 162 Millionen Euro im Vorjahr. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 40 Cent je Aktie - zehn Cent mehr als im Vorjahr.

Gea verlängerte am Donnerstag den Vertrag mit Finanzchef Helmut Schmale vorzeitig um weitere drei Jahre bis 2015. Im Aufsichtsrat sollen erstmals auch Frauen vertreten sein. Für die Anteilseigner soll Jean E. Spence, Vorstandsmitglied des größten US-Lebensmittelkonzerns Kraft Foods, in das Kontrollgremium einziehen. Spence ist in dem US-Konzern, der ein großer Kunde der Gea ist, für Forschung und Entwicklung zuständig. Die Arbeitnehmerseite hatte bereits Eva Maria Kerkemeier als Mitglied des Aufsichtsrats vorgeschlagen.

Von

rtr

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