Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2015

10:14 Uhr

Anlagenbauer

Konzernumbau drückt Gea in die roten Zahlen

Nach den Zukäufen der vergangenen Jahre will Gea sich straffer organisieren. Der Konzern wird umgebaut, so sollen 100 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Zunächst verursachen die Pläne jedoch hohe Kosten.

Der Anlagenbauer macht operativ Verlust. Pr

Gea-Zentrale in Düsseldorf

Der Anlagenbauer macht operativ Verlust.

DüsseldorfHohe Kosten für den Konzernumbau haben dem Anlagenbauer Gea im zweiten Quartal rote Zahlen eingebrockt. Zudem bekam der Konzern die Nachfrageschwäche in einigen Märkten zu spüren, wie Gea am Mittwoch mitteilte. Gleichwohl bekräftigte der Vorstand seine Prognose und sicherte den Aktionären eine Dividende mindestens in der Höhe des Vorjahres von 0,70 Euro je Aktie zu.

Bei einem um 1,8 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro geschrumpften Umsatz fiel operativ ein Verlust (Ebit) von 20,9 Millionen Euro an. Die Sondereffekte bezifferte Vorstandschef Jürg Oleas mit 134 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit geringeren Umbaukosten gerechnet und im Schnitt einen Gewinn von 34,9 Millionen Euro erwartet.

Die Einmalaufwendungen herausgerechnet sei die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) im zweiten Quartal auf 10,4 (Vorjahr: 9,8) Prozent geklettert, erklärte Gea.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Nach den Zukäufen der vergangenen Jahre hatte Oleas 2014 Gea einen Konzernumbau und eine straffere Organisation verordnet. Bis 2017 will er so 100 Millionen Euro jährlich einsparen, die gleiche Summe, die er für die Neuorganisation in die Hand nimmt. Im Gesamtjahr hofft Oleas weiterhin auf 590 bis 640 Millionen Euro beim operativen Ebitda zu erreichen. 2014 betrug das Ebitda 591 Millionen Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×