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26.10.2011

16:51 Uhr

Anlagenbauer

Singulus sucht sein Kapital abseits der Banken

Singulus will mit Hilfe neuer Geschäftsfelder aus den roten Zahlen kommen. Dafür braucht der Spezialanlagenbauer Kapital - und das will er nun jenseits der Banken finden. Eine Alternative: Die Emission einer Anleihe.

Werk von Singulus Technologies. dpa

Werk von Singulus Technologies.

MünchenDer Spezialanlagenbauer Singulus macht sich zur Finanzierung seiner Wachstumspläne auf die Suche nach Geldgebern abseits der Kreditinstitute. „Die Refinanzierung bei Banken ist zurzeit sehr schwierig. Die Kreditvergabe wird sehr restriktiv gehandhabt“, klagte Vorstandschef Stefan Rinck am Mittwoch im Reuters-Interview. „Eine Anleihe ist eine mögliche Alternative, um die Entwicklung größerer Projekte und neuer Produkte im Geschäftsbereich Solar voranzutreiben oder auch Wachstum - unter Umständen auch durch Zukäufe - zu finanzieren“, sagte der Manager. „Dabei geht es insbesondere um neue Geschäftsfelder im Bereich der Vakuum-Beschichtung. Wir bräuchten dafür einen zweistelligen Millionenbetrag.“ Sollte sich sein Haus für eine Emission entscheiden, werde die Laufzeit der Anleihe mindestens fünf Jahre betragen.

Singulus will nach Jahren mit roten Zahlen verstärkt neue Geschäftsfelder erschließen. Im Visier hat Rinck neue Trends in der Halbleitertechnik und Anwendungen in der Beschichtungstechnik, auf die sich Singulus in seinem Kerngeschäft mit Maschinen zur Herstellung von optischen Speichern wie der Blu-ray-Disc seit jeher spezialisiert ist. Auch ins bestehende Solargeschäft müssten die Unterfranken noch investieren, um den Zweig auszubauen.

„Entwicklungsbedarf sehen wir bei uns vor allem im Solarbereich. Die Marktschwäche dort ist von vorübergehender Natur. In ein bis drei Jahren sind die Überkapazitäten dort abgebaut und wir werden ein enormes Wachstum haben“, sagte Rinck. „Die Anzahl der Kunden wird sicher abnehmen, dafür werden die Großen mehr kaufen.“ Konzerne wie Saint Gobain/Avancis, GE oder Bosch bauten ihre Solarbereiche ungeachtet der aktuellen Branchenkrise kräftig aus.

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