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02.02.2015

14:15 Uhr

Anlagenbauer

Voith will 1600 Stellen abbauen

Massive Einschnitte beim Heidenheimer Anlagenbauer Voith: Das Familienunternehmen will rund 1600 Stellen abbauen, allein 870 in Deutschland. Außerdem soll ein Geschäftsbereich komplett aufgegeben werden.

Bald ohne Job? Ein Voith-Mitarbeiter arbeitet an einer Gasverdichtungsanlage. dpa

Bald ohne Job? Ein Voith-Mitarbeiter arbeitet an einer Gasverdichtungsanlage.

HeidenheimDer Anlagen- und Maschinenbauer Voith steht vor massiven Einschnitten. Das Heidenheimer Unternehmen will weltweit rund 1600 Stellen in der Papiersparte und in der Verwaltung streichen, 870 davon in Deutschland.

Außerdem will sich der Konzern vom Bereich Industrial Services trennen. „Unsere Gremien haben heute einem ganzen Bündel an Maßnahmen zugestimmt, die einschneidend, teilweise schmerzhaft, aber notwendig sind“, teilte Konzernchef Hubert Lienhard am Montag mit.

Wegen der Flaute beim Geschäft mit Papiermaschinen sind seit 2012 bereits rund 1200 Stellen weggefallen. Die Heidenheimer wollen auch die Sparte Industriedienstleistungen abstoßen, um nach eigenen Angaben die Weichen für das digitale Zeitalter und die „Industrie 4.0“ zu stellen.

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Vom Verkauf des Konzernbereichs sind weltweit rund 18 000 Mitarbeiter betroffen, fast die Hälfte aller Voith-Beschäftigten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Ralf Rath

02.02.2015, 15:49 Uhr

Verfängt sich der Betriebsrat von Voith dadurch illegitim vereint mit der Heidenheimer IG Metall in dem erwiesenermaßen ohnehin allein fiktiv existenten Antagonismus zwischen Kapital und Arbeit, rasselt zwar gleichsam der Säbel, wie der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Südwestmetall vor wenigen Tagen öffentlich feststellte. Für die reale Lage der dortigen Betriebsangehörigen bedeutet aber solch ein Verhalten keinen Gewinn, sondern lediglich den Verlust zumindest ihrer Gesundheit. Um des Gemeinwohls willen bleibt daher unabweisbar angezeigt, darin innezuhalten, wenn die von Herrn Lienhard heute einschneidend angekündigten Maßnahmen für den Einzelnen nicht unerträglich werden sollen.

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