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31.05.2011

13:54 Uhr

Der wegen Betrugs angeklagte Helmut Kiener. Quelle: dapd

Der wegen Betrugs angeklagte Helmut Kiener.

AschaffenburgUm die Ansprüche aller Gläubiger in Europa zu bündeln, habe das Insolvenzgericht Aschaffenburg ein EU-Hauptinsolvenzverfahren eingeleitet, teilte Insolvenzverwalter Tobias Hoefer mit. Damit haben die Gläubiger Kieners die Chance, zumindest einen kleinen Teil ihres Geldes wiederzusehen.

Kiener, der zuletzt in Aschaffenburg wohnte, steht seit März wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Steuerhinterziehung vor Gericht. Der Manager und Anlageberater soll fast 5000 Kleinanleger und internationale Banken um 345 Millionen Euro gebracht haben. Er hat gestanden, Kontoauszüge seiner Fonds so gefälscht zu haben, dass sie Gewinne auswiesen. Die Anlageprodukte wurden in Prospekten mit hohen Renditen beworben, obwohl sie meist Verluste schrieben. Tausende Anleger investierten ihr Geld.

Der Großteil davon ist inzwischen allerdings weg. Der Insolvenzverwalter geht derzeit von einem Vermögen in einer Größenordnung von einer halben Million Euro aus. „Es gibt jedoch aus dem derzeit laufenden Strafverfahren gegen Herrn Kiener heraus Anhaltspunkte dafür, dass noch weitere Vermögens- und Geldwerte im Ausland vorhanden sind“, erklärte Hoefer. Diese müssten aber noch ermittelt werden.

Von

dpa

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