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20.01.2011

12:05 Uhr

Anleihe

Centrosolar sammelt frisches Geld ein

VonMarkus Fasse

ExklusivCentroloar AG besorgt sich frisches Geld. Der Münchener Solaranlagen-Spezialist will sich über eine Anleihe 50 Millionen Euro besorgen. Das sagte Vorstandschef Alexander Kirsch dem Handelsblatt. Centrosolar will mit dem Geld im Ausland wachsen.

Centrosolar will im Ausland wachsen. Quelle: ap

Centrosolar will im Ausland wachsen.

MÜNCHEN. Das Geld will das Unternehmen nach Aussage von Vorstandschef Alexander Kirsch für die Auslandsexpansion vor allem in den USA nutzen. "Wir sehen dort großes Potential an Kleinanlagen", sagte Kirsch dem Handelsblatt. Der Bond soll an der Börse Stuttgart vor allem Privatanlegern angeboten werden.

Centrosolar ist Spezialist für Solaranlagen, die über Handwerker an Hausbesitzer verkauft werden. Zudem fertigt Centrosolar bei Wismar eigene Solarmodule und baut die Produktion derzeit kräftig aus. Die Münchener schlossen Anfang des Jahres eine Vereinbarung mit TSMC. Die Taiwanesen wollen über Centrosolar in Europa Fuß fassen und selbst in das Geschäft mit Solaranlagen einsteigen.

Der Schritt ist mutig: Erst Mitte der Woche hatte die Bundesregierung angekündigt, die Förderung für Solaralagen drastisch zurückfahren zu wollen. Kirsch geht jedoch davon aus, dass der Markt für private Solaranlagen weniger einbrechen wird als für kommerzielle Großprojekte.

"Uns kommt zu Gute, dass wir frühzeitig ein Auslandsgeschäft aufgebaut haben", sagt Kirsch. Zwei Drittel der Erlöse stammen mittlerweile aus dem Auslandsgeschäft, vor allem aus Italien, Spanien und Frankreich. 2010 soll der Umsatz von Centrosolar erneut um gut ein Fünftel auf 370 Millionen Euro gewachsen sein. Der Vorsteuergewinn wird mindestens 24 Millionen Euro betragen. 2011 plant das Unternehmen mit einem schwächeren Wachstum, auch weil das Deutschlandgeschäft stagnieren dürfte. Einen wirklichen Schub erhofft Centrosolar aber in den USA.

Dort erwarten Experten im sonnenreichen Südenwesten in den kommenden Jahren einen Boom, weil dort Solarenergie mit konventionellem Strom konkurrieren kann. Die Strategieberatung Roland Berger geht davon aus, dass der US-Markt für Solaranlagen in den kommenden zehn Jahren pro Jahr um dreißig Prozent wächst, Europa aber nur mit rund sieben Prozent.

Centrosolar-Chef Kirsch will in den USA daher das bestehende Vertriebsnetz ausbauen und neue Mitarbeiter einstellen. Auch Zukäufe schließt Kirsch in den USA nicht aus.

Kommentare (1)

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christoph.schmitz@postbank.lu

20.01.2011, 14:23 Uhr

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