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23.04.2013

19:29 Uhr

Anleihe

Schaeffler sammelt 1,25 Milliarden Euro ein

Der Autozulieferer Schaeffler stellt die Finanzen neu auf. Mit einer Milliardenanleihe hat das Unternehmen ungünstige Kredite abgelöst. Die Nachfrage nach der Anleihe bei Investoren war hoch.

Maria-Elisabeth Schaeffler stellt ihr Unternehmen finanziell neu auf. Reuters

Maria-Elisabeth Schaeffler stellt ihr Unternehmen finanziell neu auf.

FrankfurtDer Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat durch die Ausgabe von Anleihen 1,25 Milliarden Euro eingesammelt. Mit den neuen Anleihen werde ein Teil der bestehenden teuren Bankkredite vorzeitig getilgt und die verbleibende Darlehen günstiger refinanziert, teilte Schaeffler am Dienstag mit. Gleichzeitig sei die Laufzeit der Kredite verlängert worden.

Schaeffler platzierte jeweils eine Euro- und eine Dollar-Tranche. Die Euro-Tranche über insgesamt 600 Millionen Euro hat nach Angaben des Continental -Großaktionärs eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 4,25 Prozent verzinst. Die Dollar-Tranche über insgesamt 850 Millionen Dollar habe eine Laufzeit von acht Jahren und werde mit 4,75 Prozent verzinst. Angesichts der hohen Nachfrage sei das Gesamtvolumen um 250 Millionen Euro von ursprünglich einer Milliarde Euro aufgestockt worden.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

"Die Nachfrage der Investoren nach den Anleihen war außerordentlich hoch. Wir konnten uns zu deutlich niedrigeren Konditionen als im letzten Jahr refinanzieren", sagte Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld.

Auf der Schaeffler AG lastete zuletzt ein Schuldenberg von 6,8 Milliarden Euro. Einschließlich der auf die Familienholding entfallenden Schulden stand Schaeffler bei den Banken mit 10,3 Milliarden Euro in der Kreide.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.04.2013, 20:47 Uhr

Wie man von Frau Schäffeler weiß, ist sie eine sehr Gottesfürchtige Frau.

In der Zeit der höchsten Drangsal, als nach dem Crash ihr Lebenswerk zusammenzustürzen drohte, hat sie ihren Glauben bewahrt - auch wenn er aufs Alleräußerste geprüft wurde, denn der Zusammenbruch lag fast täglich auf des Messers Scheide.

Schön zu sehen, dass es klappt und gut wird...

Account gelöscht!

28.04.2013, 10:10 Uhr

Also ob es der Glaube war der die Firma damals gerettet hat oder nicht wage ich zu bezweifeln. Ich bin der Meinung es war eher das Management und die Finanzvorstände die mit einer ausgeklügelten Strategie das Unternehmen vom Ruin bewaht haben.

Account gelöscht!

12.07.2013, 10:49 Uhr

Klar muss man in solchen Situationen kühlen Kopf bewahren und da kann Unterstützung von Oben schon sehr hilfreich sein.

Ich gratuliere aber auch dem Vorstand der AG, der sich nicht unterkriegen hat lassen, hart an einer Lösung gearbeitet und damit auch Zusammenhalt bewiesen hat. Bravo!

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